Blog auf NZZ-Online
Neuerdings hab auch ich einen Blog: Unter dem Titel
Berglandwirth schreib ich jede Woche aus meinem Leben als Bergbauer und
warte gespannt auf Reaktionen. Der Blog findet sich unter:
http://bergbauer.blog.nzz.ch/
12. Erste Heutranche abgeschlossen.
Das Heu der normalen Wiesen ist eingebracht, jetzt fehlen noch
die Öko-Wiesen, aber diese darf ich erst ab dem 15. Juli
mähen.
22. Juni. Erstes Heu eingebracht.
Die Heusaison hat begonnen. Am Montag hab ich die Wiese hinter
dem Stall gemäht und heute hab ich das Heu zusammen mit dem neuen
Zivi Gabriel Kasper eingebracht. Rund drei Fuder hat es gegeben, was
gar nicht schlecht ist, für diese Wiese. So wies aussieht, gehts
am Freitag weiter, dann wird das Wetter wieder besser.
13. Juni. Kälber auf die Alp.
Heute haben wir auch noch die Kälber auf die Alp gebracht.
Deren Alp liegt gleich oberhalb des Dorfes, weshalb wir zu Fuss gehen
konnten. Jetzt hab ich kein Vieh mehr im Stall, nur noch die drei
Mutterschweine mit den insgesamt 20 Ferkeln.
10. Juni: Kühe auf die Alp.
Heute war ein schöner Tag, denn wir haben alle 10 Kühe
auf die Alp im Münstertal gebracht. Dort bleiben sie bis September
und ich habe Zeit zum heuen und kann auch etwas länger schlafen.
Immer aktuell: Funky kitchen club.
Ist zwar schon eine Weile her, aber immer noch gut anzuschauen,
finde ich jedenfalls, mein Auftritt im Funky kitchen club von letztem
Herbst. Hier nun der Link für alle, die's verpasst haben:
http://www.youtube.com/watch?v=0KucF7T0WnU
28. April. Viel Schwein
Seit heute gibts auf Uschlaingias 14 kleine Schweinchen
zusätzlich und das kam so: Im Frühling hab ich von einem
Bauern in Ftan 3 Sauen gekauft, mit dem Ziel, diese mit Schotte zu
mästen und im Sommer zu schlachten. Der Bauer hat dann gesagt, es
könnte die eine oder andere tragen, weil sie mit dem Eber waren.
«Eine», hab ich mir gedacht, wird das vielleicht tun, die
anderen aber lass ich dann schlachten. Nun haben aber bereits zwei
geferkelt 8 und 6 kleine Schweinchen hats gegeben. Und die sind
wirklich niedlich, braun, gesprenkelt, gepunktet und gefleckt, alles da.
26. April. Kartoffeln, Spargeln und
Bob Marley
Heute hab ich rund 250 kg Saatkartoffeln geholt. Alles spezielle
Sorten mit so klingenden Namen wie Corne de gatte, Roosevelt oder
8-Wochen-Nüdeli. Dann haben wir im Garten die erste
Grünspargel vom Hof Uschlaingias gesehen, Mortimer, der arme Kerl,
legt jetzt die anderen auch noch frei. Ja und dann hab ich nachts bei
DRS3 tatsächlich noch eine CD von Bob Marley gewonnen. Ein
gelungener Tag also.
20. April. Artischocken gesetzt.
Dieses Jahr sind wir sehr gut im Rennen. Heute haben Mortimer,
das ist der Zivi, den ich glücklicherweise noch gefunden habe und
der sich sehr gut macht, und ich, bereits 450 Artischocken gesetzt und
gleich noch die Bewässerung installiert, denn auch hier ists sehr
trocken.
3. April. Rebekka lernt melken.
Heute war ein guter Tag. Rebekka hat sich bereit erklärt,
das Melken zu lernen. Sie ist selbstverständlich äusserst
talentiert, kann sicher bald alleine melken und ich dann vielleicht
wieder mal ins Unterland.
31. März. Präparate gespritzt.
Heute hab ich zum ersten Mal in dieser Saison die
Hornmistpräparate gespritzt. Was das genau ist und wie die wirken,
findet sich im Glossar auf der Page. Jedenfalls sollen die
Präparate das Wachstum verbessern und die Bodenqualität. Zum
Ausbringen laufe ich mit der Rückenspritze über die Wiesen
und verteile so die Präparate.
29. März. Mist eingerieben.
Misten nützt nur, wenn man den Mist nachher auch einreibt.
Ich miste meist im Herbst, einreiben tu ich dann im Frühling. Dazu
fahr ich mit dem Traktor über die Wiesen und zieh eine Art
Stahlteppich hinter mir her, der aussieht, wie ein Makramé. Am
Schluss sollen die Mistbatzen alle schön verkrümelt sein,
damit sie beim nächsten Regen in den Boden einziehen. Und das
Beste daran. Am Schluss ist die Wiese so gestreift, wie ein schön
gemähter Fussballrasen.
17. Januar bis 28. März.
Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder fast
zwei Monate ohne Eintrag. Dabei ist viel passiert in dieser Zeit. Es
sind 11 gesunde Kälbchen zur Welt gekommen. Sie tragen Namen wie
Philomena, Ptolemäus, Perseus oder Plato. Eines war leider bereits
tot bei der Geburt und 4 hab ich schon verkauft. Zwei Kühe hatten
nach der Geburt Milchfieber. Das ist ein Calciummangel und kommt
eigentlich nur bei Hochleistungskühen vor. Am Käsen bin ich
auch schon wieder im grossen Stil und auch sonst wird mir nicht
langweilig. Denn der Schnee ist geschmolzen und die Arbeiten draussen
beginnen wieder. Und dann hat noch meine Lehrfrau, Sevérine
überraschend gekündigt. Wer also Lust auf körperliche
Arbeit im Freien hat, soll sich einfach melden. Ich bin dankbar.
16. Januar. Erstes Kälbchen.
Heute morgen etwa um 10 Uhr ist das erste Kälbchen auf die
Welt gekommen, die Mutter ist Kassiopaja und das Kälbchen ein
Stierchen. Der Name ist noch offen, muss aber mit P beginnen und sollte
kein Menschenname sein, Vorschläge sind herzlich willkommen.
27. August bis 15. Januar.
Zugegeben, das ist eine etwas lange, nachrichtenlose Zeit,
deshalb hier eine kurze Zusammenfassung. Im Herbst haben wir fertig
geemdet und alle Kartoffeln geerntet. Zwischen 4 und 5 Tonnen der
Knollen haben wir dabei ausgegraben und bereits ist ein Grossteil davon
verkauft. Die Herbstferien haben wir traditionellerweise wieder im
Tessin verbracht, ebenso traditionellerweise hat Anneliese mit Familie
eine Woche den Hof gehütet, die zweite Woche, in der – auch schon
traditionellerweise – die Temperaturen sanken und die Schneemenge
stieg, hat Severine meine neue Lehrfrau den Hof übernommen.
Gekäst haben wir ebenfalls noch viel im Herbst, vor allem
Raclette-Käse. Im Dezember wurden zwei Ochsen geschlachtet und das
Fleisch subito verkauft.
Silvester haben wir mit der ersten Eisdisco in Lavin und den DJs Anna
und Jürg gefeiert, war sehr gut. Und bis Mitte Januar konnten wir
das Leben generell etwas ruhiger nehmen.
26. August. Das Fernsehen zu Besuch.
Heute war ein Team von Pro7 bei mir auf dem Hof zu Besuch. Sie
drehten eine Folge der Kochsendung «Funky Kitchen Club».
Protagonist dabei ist der Koch René Schudel, das Konzept sieht
vor, dass er jeweils im ersten Teil die Zutaten zusammensucht, danach
kocht und am Schluss eine gemütliche Runde das gekochte verspeist.
Bei mir kam er aufs Artischockenfeld, dann bereiteten wir die
gepflückten Artischocken in der Bistroküche zu und am Schluss
assen wir das äusserst leckere und raffinierte Artischockenrisotto
in geselliger Runde. Das war ein toller Tag, mit einem tollen Team.
23. August. Frühkartoffeln.
Die Kartoffelernte lässt sich gut an für dieses Jahr. Die
ersten «Probebohrungen» sind erfolgreich verlaufen, will
heissen, die Kartoffeln weisen keinen Schorf auf. Einige sind wohl noch
etwas klein, doch sie haben ja noch Zeit zum wachsen.
20. August. Endlich Artischocken.
Lange hats gedauert, doch nun kann ich endlich die ersten Artischocken
ernten. Regen und Kälte im Frühling haben das Wachstum
gebremst, aber jetzt gehts endlich los.
19. August. Mit Emden begonnen.
Nach wochenlangem Regenwetter sind endlich mal wieder zwei, drei
schöne Tage angesagt. Das muss genutzt werden zum Emden, dank der
Unterstützung von Flavian komm ich flott vorwärts.
17. August. Von der Alp in die
Metzgerei
Heute musste ich America schlachten, sie soll dereinst in Didi's
Frieden in Zürich auf den Tisch kommen.
3. bis 8. August. Ferien in Beggingen.
Zusammen mit Meret und Seraphin hab ich einige Tage in Beggingen bei
meiner Tante verbracht. Die Tage waren schön und trotz allem ruhig
und durchaus etwas erholsam.
1. August. Der 4. Brunch.
Bereits zum vierten Mal haben wir, Urs und Dolly Eicher, Esther
Thalmann, Rebekka und ich den Brunch auf dem Hof Uschlaingias
angeboten. Diesmal mit Besucherrekord: Über 100 Leute haben uns
besucht, vielen Dank nochmals allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
31. Juli. Suorns und Curtins fertig.
Jetzt haben wir auch das Heu von Suorns und Curtins im Heustock. Vor
allem Suorns war nahrhaft, weil aufwändig aber wenig ertragsreich.
Dank vielfältiger Hilfe unter anderem von Mäx, den
Bösiger-Lichtensteigers und weiteren mehr, sind wir trotzdem
zügig vorwärts gekommen. Jetzt fehlt noch der Steilhang von
Erluns, doch das ist mehr Sport als Heuen.
20. Juli. Schweinchen im Paradies.
Heute musste eines der Schweinchen dran glauben. Dafür kommt es
ins Paradies. Dort wird es am 1. August als Spanferkel gebraten.
11. Juli. Spanien ist Weltmeister.
Die WM ist zu Ende und hat mit Spanien einen verdienten Sieger. Wir
haben im Bistro eine wunderbare Zeit verlebt, dank vieler Gäste
unzähligen Würsten und entsprechenden Getränken.
3. Juli. Heuen in Rekordzeit.
Endlich einmal ein Sommer mit stabilem Hoch. Dies haben wir zu einer
sehr effizienten Heuleistung genutzt und alle Wiesen, die man vor dem
15. Juli mähen darf, innert zweier Wochen geheut.
21. Juni. Die Heusaison geht los.
Nachdem es gefühlte zwei Monate geregnet hat, klart das Wetter
just auf die Heusaison auf. Dies nutzen wir und beginnen die Heuernte.
14. Juni. Kühe auf die Alp.
Heute sind die Kühe auf die Alp gefahren. Sie sind wirklich
gefahren. Denn wegen Gründen, die an Gotthelfs Romane erinnern,
können wir nicht mehr gemeinsam mit den Bauern von Guarda alpen.
Das hat zur Folge, dass meine Kühe jetzt auf einer Alp im
Münstertal den Sommer verbringen. Ist allerdings eine schöne
Alp auf der sie auch Käsen und wo nur Grauvieh mit Hörnern
weidet.
11. Juni. WM-Beginn.
Heute hat die Fussball-WM begonnen. Im Schopf des Bistros werden wir
fast alle Spiele übertragen. Das heisst, dass die Heutage nicht
mehr nur vom Wetter abhängig sind, sondern auch von den gezeigten
Spielen.
Mai. Käsen, weiden und schlachten.
Der Mai ist geprägt durch Arbeiten draussen, wie Zäunen und
die Äcker bereit machen. Käsen ist immer aktuell, denn
gemolken wird ja auch. Am 25. haben wir zwei Kühe in die Metzgerei
gebracht. Diese werden zu Würsten und Bündnerfleisch
verarbeitet. Die Würste werden im Juni während der
Fussball-WM auf dem Grill des Public Viewing im Bistro Staziun landen.
Am 27. Mai haben Vincent, Flavian und ich noch Kartoffeln gesetzt. Eine
ganze Hektare hats gegeben.
13. Mai. Artischocken und Spargeln
gepflanzt.
Heute haben Rebekka und ich Artischocken und Spargeln gepflanzt. Ja,
Spargeln, genauer Grünspargeln versuche ich auch. Die erste Ernte
ist allerdings erst nächstes Jahr.
Ende April. Winter geschafft.
Wie jedes Jahr haben wir den Winter schlussendlich doch noch
überstanden und sind froh, dass der Frühling Einzug hält.
14. März. Engadin Skimarathon.
Zum rund 5. mal hab ich am Marathon teilgenommen. Dieses Mal wars aber
sehr hart, auch weil ich nicht soviel zum trainieren gekommen bin. Und
der Chef war erst noch 20 Minuten schneller.
1. März. Chalandamarz.
Heute fand der traditionelle Chalandamarz in Lavin statt. Dabei ziehen
die Kinder durchs Dorf und singen in allen Häusern. Diesmal hat
auch Meret schon wacker mitgemacht.
1. Februar. Wieder gekäst.
Heute zum ersten Mal in der neuen Saison wieder Käse gemacht, aus
rund 100 Liter Milch. Diese Menge steigt jetzt stetig an.
22. Januar. Acht Wollschweinchen.
Nun hat auch die Muttersau Nachwuchs. Acht kleine Schweinchen
hat sie auf die Welt gebracht. Die sind gestreift wie Wildschweinchen
und damit sie nicht erfrieren, habe ich eine Wärmelampe montiert.
20./21. Januar. Arosa.
Traditionellerweise haben Mischa, Andreas, Steve und ich zwei
Tage in Arosa verbracht. Bin zum ersten Mal nach rund zehn Jahren
wieder Ski gefahren, war prima. Allerdings musste ich am Freitag morgen
früh aufstehen, damit ich einen Schreibkurs in Zürich
besuchen konnte. Rahel hat in dieser Zeit den Stall gemacht.
18. Januar. Das erste Kälbchen.
Heute ist das erste Kälbchen in diesem Jahr auf die Welt
gekommen. Es heisst Omar und sieht lustig aus.
4. Januar. Zwei Ochsen und drei Heidschnucken geschlachtet.
Heute war, zum letzten Mal in dieser Saison, grosser
Schlachttag. Zwei Ochsen und drei Heidschnucken mussten ihr Leben
lassen. Die Ochsen waren zwar etwas klein, dafür die Heidschnucken
umso besser dran. Dieses Jahr hab ich sie auch richtig gefüttert,
das hat sich gelohnt. Die Schnucken und den Ochsen gibts jetzt in
Didi's Frieden in Zürich.
22. bis 30. Dezember. Vaterschaftsurlaub.
Vincent, der Lehrling, ist genau im richtigen Moment von der
Schule zurück gekommen. Er macht vom 22. bis zum 30. Dezember den
Stall und ich hab Zeit und Musse mich meiner neuen Grossfamilie zu
widmen.
18. Dezember. Seraphin ist auf die Welt gekommen.
Heute war ein Freudentag. Seraphin hat das Licht der Welt
erblickt, ihm sowie Rebekka geht es prima. Und ja, Seraphin ist ein
Junge.
Anfangs Dezember. Zwei Ochsen geschlachtet.
Bereits mussten zwei Ochsen dran glauben. Die waren schnell
verkauft, so dass im Januar nochmals zwei Tiere zum Metzger müssen.
November. Kühe trocken.
Traditionellerweise gehen die Kühe ab November trocken. Das
heisst, ich melke sie nicht mehr, brauch sie also nur zu füttern.
Dadurch wird die Arbeit im Stall entschieden leichter und es bleibt
Zeit für anderes, zum Beispiel für den Fleischverkauf.
Mitte Oktober. Zwei Wochen Tessin.
Während zuerst Annelies und Alois und dann Rahe und Annina
den Stall schmissen, haben wir (Rebekka, Meret und ich) uns von den
Strapazen im Tessin erholt. Bei wunderbarem Wetter, während es in
der zweiten Woche in Lavin bereits geschneit hat. Besten Dank nochmals
den Helfern.
1. Oktober. Kühe zurück.
Gestern sind die Kühe von der Alp zurück gekommen.
Jetzt gibt es wieder zu melken. Allerdings ist es im Herbst nicht gar
so streng, da die Kühe den Tag auf der Weide verbringen. Misten
und Füttern fällt also weg. Nur das Kühe treiben kann
manchmal etwas nervenaufreibend sein.
Ende September. Kartoffeln geerntet.
Termingerecht auf Ende September konnten wir die Kartoffelernte
abschliessen. Rund 5 Tonnen haben wir ausgegraben. Wir das waren
Lorenz, Michi, Vincent und ich. Und ja, Meret hat auch noch ein
bisschen geholfen.
2. September. Curtins fertig geheut.
Heute haben wir das letzte Heu von Curtins reingebracht. Das ist die
Wiese auf der, der Wachtelkönig samt Jungem zu Gast war. Michi und
Vincent haben gerecht wie die Weltmeister.
1. September. Zivi Michi ist
eingetroffen.
Heute ist der altbewährte Zivildienstleistende Michi Stutz in
Lavin angekommen.
23. bis 26. August. Kurzferien im
Tessin.
Meretchen und ich haben ein paar Tage im Tessin verbracht. In Mergiosca
haben wir Flavian und Isabelle besucht. War schön und warm nur
Meret haben ziemlich viele Mücken gestochen.
12. August. Erste Artischoken
Heute habe ich die ersten Artischoken geerntet und sofort dem Waldhaus
geliefert. Auch Kartoffeln hab ich schon ein paar rausgenommen, die
sehen sehr schön aus, es dürfte wieder mal eine gute Ernte
werden.
1. August-Brunch.
Bereits zum dritten Mal haben wir den 1. August Brunch auf Uschlaingias
durchgeführt. Wieder konnten wir auf die tatkräftige
Unterstützung von Urs und Dolly Eicher zählen. Und dieses
Jahr war auch noch Esther Thalmann dabei, die viele Brötchen und
Brote gebacken hat – auf zwei Öfen gleichzeitig. An dieser Stelle
nochmals vielen Dank allen, die geholfen haben und allen, die uns
besucht haben.
31. Juli. Lehrling Vincent.
Heute ist Vincent Stoll eingetroffen, er absolviert die
Demeter-Bio-Landwirtschaftslehre und verbringt mindestens ein Jahr auf
unserem Hof. Voraussichtlich muss er zu Beginn etwas Artischoken
jäten.
Juni/Juli
Ja, ich machs mir jetzt etwas einfach und fassse grob zusammen, was den
im Juni und im Juli noch gelaufen ist. Wir haben viel geheut, wurden
pünktlich auf Ende Juli fertig. Ausser eine Wiese musste ich
stehen lassen, weil dort ein Wachtelkönig (das ist ein Vogel) mit
seinem Jungen, lebte. Zwischendurch haben wir Artischoken gejätet
und Kartoffeln gehackt.
Flavian war ab und zu hier und mir tatkräftig unter die Arme
gegriffen und unter anderem den Lada restauriert.
Beim Heuen konnte ich wieder auf die bewährte Hilfe der Familie
Bösiger-Lichtensteiner verstärkt durch Stecher zählen.
20. Juni. Kartoffeln gehackt.
Heute haben Lorenz und ich zum ersten Mal die Kartoffeln in
Missain gehackt. Noch sehen sie sehr gut aus, praktisch kein Unkraut.
Lorenz hat dann am Nachmittag hinter dem Stall noch die letzten Knollen
in die Erde gedrückt.
17./18. Juni. Muni zurück und geheut.
Heute habe ich Hobel, den Muni zurück gebracht, er hat
seine Arbeit zur vollsten Zufriedenheit erledigt.
Gleichzeitig hat Lorenz die Wiese hinter dem Stall gemäht und am
Donnerstag haben wir das erste Heu eingefahren.
13. Juni. Rahel zurück ins Unterland.
Heute hatte Rahel leider schon ihren letzten Arbeitstag. Ab
sofort arbeitet sie wieder in ihrem angestammten Beruf als Schreinerin
im Zürcher Oberland. Zum Glück kommt bald Zivi Lorenz, um mir
bei der Arbeit tatkräftig zur Hand zu gehen.
27./28. Mai. Kartoffeln gesetzt.
Zusammen mit meinem Fritz und Erika (meinen Eltern) und Hans,
meinem Götti haben wir in Missain rund 1,5 Tonnen Kartoffeln
gesetzt. Erschwerend kam dazu, dass die Setzmaschine nicht einwandrei
funktionierte, was die ganze Setzaktion
ziemlich erschwerte.
18. Mai. Jungvieh auf die Alp.
Heute ist der Stall bereits etwas leerer geworden, denn das
Jungvieh ist heute ausgezogen, den Sommer auf den Alp- und
Gemeindeweiden zu verbringen. Ende Oktober werden sie wieder
zurückkommen.
8. Mai. Kunstwiese eingesät.
Auf über einer Hektare habe ich eine Luzernen-Klee-Grasmischung
eingesät. Diese soll dem Boden über die Knöllchen der
Luzerne wertvollen Stickstoff zuführen. Obwohl sie Kunstwiese
heisst, ist sie also überhaupt nicht künstlich, sondern eben
eine natürliche Stickstoffdüngung.
7. Mai. Artischoken gesetzt.
Heute haben wir 450 Artischokenpflanzen gesetzt. Dies auf dem Acker
Uschlaingias gleich hinter dem Stall, unmittelbar neben der Bahnlinie.
Vielleicht stellen wir noch ein Transparent auf.
9. April. Geegt.
Die Äcker von Erluns und Tanter Mulins sind frisch geegt und
ebenfalls bereit zur Einsaat der Wiesenmischung, welche drei Jahre
bleibt und wieder Stickstoff in die Erde bringen soll.
8. April 09. Geackert.
Heute habe ich die Äcker in Missain und Uschlaingias
gepflügt. Während Uschlaingias flott ging, machte Missain
ziemlich Mühe. Wegen der Grösse und der vielen, vielen Steine.
7. April. Erster Arbeitstag von Rahel.
Heute hat Rahel Flacher ihre Arbeit auf dem Hof aufgenommen, sie bleibt
bis Ende Mai und unterstützt mich tatkräftig in Stall,
Käserei und auf dem Feld.
19. November bis 7. April 2009
Der Winter war lang, hart und schneereich. Vor lauter Schnee
schaufeln und Wohnung heizen, bin ich gar nicht mehr zum
Nachführen der Homepage gekommen. Deshalb hier eine etwas
abgekürzte, zusammengefasste Version: Insgesamt haben diesen
Winter zwölf Kühe gekalbt, das heisst, ich melke auch
genausoviele Tiere. Das geht weil die letztjährige Heuernte
überragend war, dies dank der vielen Niederschläge. Es zeigt
sich aber, dass die Qualität zu wünschen übrig
lässt, was sich auf den Milchertrag auswirkt.
Leider haben nur zehn Kälbchen überlebt, zwei waren so gross
(Künstliche Besamung), dass sie bereits tot auf die Welt kamen.
Seit anfangs Februar bin ich wieder am Käsen, unter anderem stelle
ich Aschenkäse her und dieses Jahr zum ersten Mal auch
Hartkäse.
Auch die Heidschnucken (Schafe) haben gelämmert. Fünf herzige
kleine Lämmchen kamen zur Welt, das erste beim Wechsel zur
Sommerzeit und eines genau an Ostern.
Seit Ostern grünt es kräftig hier und es beginnen auch wieder
die Arbeiten auf dem Feld.
18. November. Zwei Ochsen
geschlachtet.
Schon wieder mussten zwei Ochsen dran glauben. Einer folgt ihnen
noch in einer Woche. Da ich nur zweijährige Tiere schlachte, haben
sie aber wenigstens zwei schöne Alpsommer erlebt.
10. November. Zum letzten Mal gekäst für dieses Jahr.
Heute habe ich zum letzten Mal in diesem Jahr das Käsekessi
eingeheizt. Danach stelle ich die Kühe trocken, damit sie ihre
Kräfte für die Kälbchen sparen können.
5. bis 19. Oktober. Ferien im Bordelais.
Auch Bauern brauchen mal Ferien, deshalb fahren wir für
zwei Wochen nach Hourtin, in der Nähe von Bordeaux. Dort wollen
wir es uns gut gehen lassen, während zu Hause Lorenz Langenegger
und Annelies Übersax den Hof schmeissen.
18. September. Kartoffelernte
abgeschlossen.
Heute konnten wir die diesjährige Kartoffelernte beenden.
Sie war nicht extrem berauschend, es resultierten rund 3 Tonnen. Das
ist gut im Vergleich zum letzten Jahr, aber eher mässig,
verglichen mit vor zwei Jahren, als wir rund 7 Tonnen aus dem Boden
holten.
20. August. Spezialkartoffeln geerntet.
Zwar noch nicht alle Kartoffeln sind draussen, zumindest aber
die Blauen, die Lötschentaler und die Parli-Kartoffeln haben wir
rausgenommen und sofort ans Hotel Waldhaus in Sils Maria verkauft.
12. August. Artischoken
präsentieren sich sehr gut.
Die ersten Artischoken sind reif und schmecken auch sehr gut. Die
nächsten Wochen sollten mindestens 300 Stück reifen.
7. August. Mit Heuen fertig.
Die letzten Fuder von Suorns eingebracht. Es lief ausgezeichnet, auch
dank der vielen Helfer. Besonderen Dank an Ruedi und Sibylle samt
Kindern, Regula, Sofia und Sebastian, sowie die Künstlertruppe aus
Nairs.
1. August. Brunch.
Bereits zum zweiten Mal haben wir auf dem Hof Uschlaingias den 1.
August Brunch durchgeführt. Der Anlass gelang gut, vor allem dank
der Mithilfe von Rebekka, Urs und Dolly Eicher, Urs Könz und Till.
30. Juli. Probebohrungen bei den
Kartoffeln.
Zum ersten Mal ein paar Kartoffeln ausgegraben. Zum Anfang warens
Desiree, die sehen schön aus und es hat jetzt schon mehr als ich
im ganzen letzten Jahr geerntet habe.
18. Juni. Mit Heuen begonnen.
Ste und ich haben mit Heuen begonnen. Gras hats dank des vielen Regens
mehr als genug, die Ernte dürfte also sehr gut ausfallen.
7. Juni. Eröffnung Public viewing Lavin.
Heute haben wir das Eröffnungsspiel Schweiz gegen Tschechien in
unserer Euro-Bar im Bistro Staziun gezeigt. Die Atmosphäre war
besser als das Spiel.
20. April. Artischocken gesetzt.
Heute haben Rebekka und ich 100 Artischockenstauden gesetzt.
Noch ist das Ganze eher ein Experiment, wenn aber alles gut läuft,
könnte das ein interessanter Betriebszweig werden. Wir sind
gespannt.
19. April. Schon drei Heidschnückeli.
Bereits ist das dritte Lämmli der Heidschnucken auf die
Welt gekommen, die scheinen sich also heimisch zu fühlen. Bis
jetzt hats zwei Böcklein und ein Weibchen.
6. April. Das erste
Heidschnucken-Lämmli.
Heute ist bereits das erste Lämmli der Heidschnucken auf
die Welt gekommen. Es ist rabenschwarz und nur ungefähr zwei
Handvoll. Sehr niedlich.
Etwas Sorgen macht dafür der Stier. Der versteckt sich immer vor
den Kühen bei der Futterstelle. Scheint eher nichts zu werden mit
diesem. Deshalb muss ich nun Ersatz besorgen.
3. April. Heidschnucken auf Uschlaingias.
Heute habe ich in Unterägeri vier Heidschnucken gekauft,
das sind Schafe, eine sehr extensive Rasse aus der Lüneburger
Heide. Die sind eher klein, haben im Moment noch viel Wolle und ganz
dünne Beinchen. Das Fleisch soll ebenfalls exzellent sein.
2. April. Aron ist angekommen.
Heute hab ich den Stier Aron geholt, der soll jetzt die Herde
decken. Ob das aber was wird, muss sich weisen. Denn Aron ist noch sehr
klein und scheint Angst vor den Kühen zu haben, keine sehr guten
Voraussetzungen…
28. März. Christina ist die neue
Mitarbeiterin.
Heute hat Christina Feiersinger die Arbeit auf Uschlaingias
aufgenommen. Sie unterstützt mich bis Anfangs Juni, dann geht sie
auf die Ziegenalp im Val Tuoi.
21. März. Treber-Versuch.
Von der Brauerei Tschlin hab ich etwas Biertreber erhalten. Das
ist der Rest, der beim Brauen übrig bleibt. Daraus hab ich eine
geheime Spezialmischung produziert in der ich jetzt mal einen Käse
zur Probe lagern werde. Ich bin gespannt.
15. März. Der erste Käse verkaufsfertig.
Bereits hab ich den ersten Käse vom Januar verkauft.
Allerdings ist der noch sehr, sehr jung und nicht besonders rezent im
Geschmack. Kommt aber schon noch.
23. Februar. Mogli als letztes Kälbchen.
Gazelle hat heute als letzte gekalbt. Ein niedliches
Stierkälbchen mit Namen Mogli. Damit ist die Kälberschar
komplett. Drei bis vier Kuhkälbchen werde ich allerdings noch
verkaufen, damit ich genügend Milch zum verkäsen habe.
25. Januar. Schon sechs Kälbchen.
Heute ist das sechste Kälbchen zur Welt gekommen. Denn
Namen suchen wir noch, sicher ist einfach: Er muss mit M beginnen und
es darf kein Menschenname sein.
23. Januar. Wieder gekäst.
Heute habe ich die Kaisesaison eingeleutet. Allerdings erst mit
60 Litern Milch, das gibt aber immerhin einen schönen Käse.
Weitere werden folgen.
10. Januar. Das erste Kälbchen.
Nach der eher ruhigen Winterzeit gehts jetzt wieder los. Heute
ist das erste Kälbchen zur Welt gekommen. Es heisst Medusa und
erfreut sich bester Gesundheit.
30. Oktober. Gonda geschlachtet.
Heute musste ich Gonda in die Metzg bringen. Das ist diejenige
mit dem roten Fell, für alle, die schon mal hier waren. Gonda hat
auch im x-ten Versuch nicht aufgenommen, das bedeutet in der harten,
geldorientierten Weg die Schlachtung. Aber wenigstens hat sie vorher
einige rote Kälbchen hinterlassen, so dass diese Linie nicht
abbricht.
27./28. Oktober. Sochaux : Marseille.
Mit der erweiterten Färöer-Fussball-Reisegruppe haben wir
Sochaux besucht. Die grosse Leistung war bereits, dass wir angekommen
sind, obwohl die französischen Bähnler streikten. Weil wir
vor Ort nur noch Schwarzmarkt-Tickets ergattern konnten, verbrachten
wir einen äusserst unterhaltsamen Fussballabend inmitten der
Marseille-Fans. Während die durch ihre Gesänge und
friedfertige Art begeisterten, verloren die Fussballer aus dem
Süden mit 2 : 1. Immerhin haben sie alle Tore selbst geschossen...
15. bis 25. Oktober. Ferien in der
Toscana.
Zehn Tage lang haben wir das süsse Nichtstun in der Toscana
genossen. War wunderbar.
14. September. Kartoffeln oder so...
Wir sind an der Kartoffelernte. Allerdings gibts nicht viel zu
holen. Die Knollen haben alle Schorf und sind wegen des Frostes auch
noch klein geblieben.
16. August. Trauriger Tag.
Heute war ein trauriger Tag für Uschlaingias. Wir mussten
Carlo auf der Alp einschläfern.
Er hatte schon seit längerem starke Beschwerden beim Gehen und hat
auch ziemlich abgenommen.
Aber er hat sich auf der Alp auch noch verliebt – in ein
Shettland-Pony.
So hat er immerhin noch einen schönen Lebensabend verlebt.
1. August. Brunch.
Wie es sich für einen richtigen Bauernhof gehört,
haben wir heute einen 1. August-Brunch abgehalten.
Der war ein voller Erfolg. Es kamen viele Leute, sogar solche aus dem
Unterland und eine exquisite Band
aus Lavin hatten wir auch. Vielen Dank allen, die gekommen sind. Und
vor allem vielen Dank den Helfern,
namentlich Rebekka, Esther, Urs und Dolly, Matthias, Sebastian und Kira.
Und auf ein Neues.
27. Juli. Fertig geheut.
Heute haben wir das letzte Heu von Suorns eingebracht und sind
somit fertig mit heuen.
Jetzt beginnt für rund einen Monat die etwas ruhigere Zeit.
4. Juli. Im Regen gemäht.
Heute hab ich tatsächlich im leichten Regen gemäht. Das
Wetter ist ganz und gar ungewohnt fürs Engadin. Wo es sonst immer
trocken ist, regnet es jetzt fast jeden Tag. Dadurch steigt die
Verzweiflung und die Unruhe, deshalb hofft man auf Sonnenschein und
mäht halt mal wenn das Wetter nicht so toll ist.
27./28. Juni. Mit Heuen begonnen.
Diese Tage haben wir mit der Heuernte begonnen. Die lässt sich
sehr gut an, es hat Gras ohne Ende.
14. Juni. Würste gemacht.
Heute hab ich gewurstet und dabei unter anderem zum ersten Mal die
«Ragisch lavinaisa» hergestell. Das sind Laviner Wurzeln
und die bestehen nur aus Wollschweinfleisch.
13. Juni. Grosser Alpaufzug.
Heute haben wir die Kühe auf die Alp gebracht. Jetzt beginnt eine
schöne Zeit. Mit Heuen und durchaus mal ab und zu ausschlafen.
30. Mai. Kleiner Alpaufzug.
Haben wir die Rinder und die Mesen, das sind einjährige Tiere, auf
die Alp gebracht.
29. Mai. Beim Metzger.
Heute musste ich Chouchou das Wollschwein und Himalaya die Kuh
schlachten. Chouchou hatte immer etwas Probleme mit den Zitzen und
Himalaya hatte zu hohe Zellzahlen in der Milch. Dafür gibts jetzt
bald wieder Würste und Bündnerfleisch.
24./25. Mai. Kartoffeln gesetzt.
Jetzt sind auch die Kartoffeln im Boden. Mit dem bewährten
Kartoffelsetzteam Fritz und Hans haben wir rund 900 kg Knollen in die
Erde gedrückt. Erstmals mit einer neuen Maschine. Hat prima
funktioniert.
3. Mai. Erster Arbeitstag.
Nicht dass mir auf dem Hof langweilig wäre, aber etwas Abwechslung
ist nie schlecht. Deshalb hab ich jetzt noch eine neue Stelle. Ab
sofort bin ich Redaktor beim Allegra, dem Informations- und
Gästemagazin des Unterengadins.
1. Mai. Die Frauen sind zu Hause.
Anstatt 1. Mai-Umzug hab ich heute meine beiden Frauen aus dem
Spital abgeholt. Jetzt sind wir eine richtige Familie.
30. April. Lein und Gerste.
Heute hab ich den Lein und die Gerste gesät. Gerste hab ich
schon mal gemacht, Lein noch nie, entsprechend gespannt bin ich, wies
rauskommt.
27. April. Das Helferchen ist da.
Heute morgen um 3.30 Uhr ist Meret im Spital in Scuol zur Welt
gekommen. Sie ist schon sehr munter und selbstverständlich das
schönste Kind auf Erden. Rebekka geht es auch gut und wir freuen
uns riesig.
23. April. Neue Mitarbeiterin.
Heute hatte Esther den ersten Arbeitstag. Sie arbeitet auf
Uschlaingias bis Ende Juli und sorgt dafür, dass ich richtig
Vaterschaftsurlaub nehmen kann – wenns denn so weit ist.
2. April. Vom müssen und nicht dürfen.
Manchmal liegen Freud und Leid auch bei den Tieren nahe
beieinander. Heute ist der Stier angekommen, mit dem Auftrag alle
Kühe zu decken. Am gleichen Tag hab ich zusammen mit dem Tierarzt
die Stierkälbchen und die Eberchen kastriert, weil die nicht
dürfen.
25. Februar. Kälberschaar
komplett.
Jetzt haben alle zehn Kühe gekalbt. 6 Weibchen und 4
Stierchen hats gegeben, ein Weibchen hab ich verkauft. Die übrigen
ziehe ich alle auf. Sie heissen: Luna, Laika, Lava, Looping (ist nach
der Geburt übers Gartenmäuerchen gestürzt, jedoch alles
unbeschadet überstanden), Lego, Logo, Ljublijana, Lora, Lobo und
Lord. Und genau, der Anfangsbuchstaben dieses Jahr ist L.
10. Februar. Lesung im Bistro.
Heute haben wir im Bistro die Eröffnung des
«Normalbetriebs» gefeiert. Gebührend würde ich
sagen. Denn wir hatten das Vergnügen einer Lesung von Urs Mannhart
beizuwohnen. Er trug aus seinem neuesten Werk «Die Anomalie des
geomagnetischen Feldes südöstlich von Domodossola» vor.
Dies deshalb, weil wir jetzt auch Bücher aus dem Bilgerverlag
verkaufen.
25. Januar. Käsesaison eröffnet.
Heute habe ich zum ersten Mal wieder gekäst. Ab jetzt
produziere ich drei mal wöchentlich wieder Tschücha, Lavin
cotschen oder Lavin natura. Und wenn alles gut läuft sogar wieder
mal Camembert.
20. Januar. Noch 15 Schweinchen.
Leider haben nicht alle Schweinchen überlebt. Zwei sind
gestorben, sie waren zu schwach, weil sie bei der Muttersau immer die
Zitzen nehmen mussten, bei denen kaum Milch kam. So ist das eben bei
den Tieren.
14. Januar. 17 Schweinchen und ein
Kalb.
Jetzt hat auch die zweite Wollsau «Lana» noch 8
Schweinchen gekriegt. Insgesamt sind das jetzt 17 junge, eines musste
ich allerdings nach Hause nehmen. Das ist klein und
zurückgeblieben, wenn alles gut geht, wird das jetzt zum
Hausschwein. Und Gonda hat heute ebenfalls ein Kuhkalb zur Welt
gebracht. Es ist gesund und munter und heisst «Luna».
6. Januar. Neun
«Königli».
Wenn das kein Glück bringt. Heute morgen hat Chouchou das
Wollschwein neun junge Säuli auf die Welt gebracht. Bis jetzt sind
alle wohlauf. Ich hoffe natürlich, dass das auch so bleibt.
31. Dezember. Bistro eingeweiht.
An Silvester haben wir unser Bistro im Bahnhof Lavin eingeweiht.
Nicht allein natürlich, sondern mit vielen Gästen, Freunden
und Bekannten. Kurz es war eine grosse Party und ein Versprechen
für die Zukunft. Ab 10. Februar ist das Lokal dann richtig
geöffnet.
5. Dezember. Käseabo immer noch
aktuell.
Im Sommer habe ich das Käseabonnement lanciert. Wie es der
Name sagt, kann man da Käselieferungen abonnieren oder auch immer
wieder Einzelstücke bestellen. Ein Blick lohnt sich.
www.kaeseabo.ch.
28. November. Ochse geschlachtet,
Fähigkeitsausweis erhalten.
Heute habe ich den Ochsen Joker in die Metzgerei gebracht, auf dass ich
das Fleisch noch vor Weihnachten ausliefern kann.
Und dann habe ich per Post meinen Fähigkeitsausweis erhalten.
Jetzt bin ich offiziell eidgenössisch diplomierter Landwirt(h).
30. Oktober. Kühe sind trocken.
Ab heute sind die Kühe «trocken». Bis sie im Januar
oder Februar kalbern, geben sie keine Milch mehr. Für mich heisst
das, dass ich auch erst um 7.30 Uhr mit Füttern beginnen kann.
11. Oktober. Parli rausgenommen.
Zusammen mit Zivi Philippe haben wir heute die Parli-Kartoffeln fertig
geerntet, jetzt sortieren wir die noch sauber aus und dann gibts die
schon bald im Coop zu kaufen.
3. Oktober. Fertig geemdet.
Heute hab ich noch die Kunswiesen fertig reingenommen, damit ist mit
emden für dieses Jahr fertig.
1. Oktober. Ab jetzt ohne
Mitarbeiterin.
Leider hats Denise wieder zurück ins Unterland gezogen, so dass
ich den Hof von jetzt an alleine bewirtschafte. Fast zumindest, ab und
zu gemeinsam mit Zivis oder anderen Helfern.
30. September. Kühe zurück
von der Alp.
Langsam neigt sich das Landwirtschaftsjahr dem Ende zu. Heute sind die
Kühe von der Alp gekommen. Jetzt lasse ich sie noch etwas auf die
Weide, melke sie und käse.
23. September. Die dümmsten Bauern…
Heute haben wir die letzten Kartoffeln rausgenommen. Es war eine
Bombenernte, insgesamt sechs Tonnen, wirklich schöne Exemplare.
Jetzt muss ich die nur noch verkaufen.
August. Regen, Regen, Regen
Im richtigen Moment fertig geworden mit Heuen, kann man da nur
sagen. Eine Stunde nach Einbringen des letzten Fuders hats zu Regnen
begonnen und bis Ende August kaum mehr aufgehört.
25. Juli. Fertig geheut.
Heute haben wir das letzte Heu von Suorns, unser am
höchsten gelegenen Wiese, reingenommen. Der Ertrag der Heuernte
war prima und den Abschluss haben wir mit einem kleinen Fest gefeiert.
13. Juli. Käseabo lanciert
Heute habe ich das Käseabo gestartet. Diese Einrichtung
erlaubt es den Kunden, unseren Käse zu abonnieren. Die Menge und
die Sorten können gewählt werden. Ja und dann kam diese Idee
gleich noch im Blick. Wer sich dafür interessiert findet alles
wichtige unter www.kaeseabo.ch.
30. Juni. Virustest.
Da ich Kartoffeln für die Saatgutproduktion pflanze, müssen
die zwischendurch auf Viren untersucht werden, das war heute der Fall.
Der Kontrolleur hat nur drei Stauden auf 30 Aren gefunden, also alles
prima.
24. Juni. Kartoffeln gehackt.
Heute haben wir zum ersten Mal in dieser Saison die Kartoffeln gehackt.
Dafür nehmen wir wohl eine Maschine, eine allerdings, die Carlo
unser Pferd zieht. Der freut sich dann jedes Jahr wieder auf seinen
ersten Einsatz und gibt sich auch dementsprechend Mühe. Soo
verlief alles tiptop.
21. Juni. Auftakt zur Heusaison.
Heute habe ich die erste Wiese gemäht, diejenige über dem
Stall. Hatte ziemlich viel Gras.
17. Juni. Kühe auf die Alp.
Heute haben wir auch die Kühe auf die Alp gebracht. Jetzt ist
endlich mal Melk- und Käsepause. Ausser mir wird langweilig, dann
hole ich vielleicht etwas Milch und mache Käse.
9. Juni. WM-Bar eröffnet.
Wie schon zur EM haben wir auch zur WM wieder eine WM-Bar bei uns im
Keller lanciert. Am Eröffnungsspiel nahmen schon ziemlich viele
Leute teil.
6./7. Juni. Kartoffeln gesetzt.
Heute kamen Papi und Götti und zusammen haben wir Kartoffeln
gesetzt. Da ich zu wenig Saatgut bestellt hatte, musste ich
zwischendurch noch schnell ins Münstertal fahren und mehr Saatgut
einkaufen.
2. Juni. Himbeeren gepflanzt.
Heute hab ich 30 Himbeerstauden im Garten gepflanzt. Ist ein
Experiment, aber vielleicht werde ich ja tatsächlich noch zum
Beerenbauer.
30. Mai. Wintereinbruch.
Heute hats fast 10 cm geschneit. Nasser Schnee, war sehr sehr
unangenehm.
23. Mai. Jungvieh zieht zu Berge.
Heute ging das Jungvieh. Erst auf die Gemeindeweide oberhalb Lavin,
dann weiter auf die Alp. Läuft alles optimal, will heissen ohne
frühzeitige Wintereinbrüche kommen die Tiere erst im Oktober
wieder zurück.
16. Mai. Praktische Prüfung.
Heute Morgen kamen zwei Experten auf den Hof, die allerhand übers
Bauern wissen wollten. Eher etwas mehr als ich antworten konnte.
11. Mai. Braugerste aus Lavin.
Heute habe ich Braugerste gesät. Wenn alles gut läuft,
entsteht daraus dann einmal Tschliner Bier.
24. April. Kunstwiese eingesät.
Heute habe ich die beiden Kunstwiesen in Missain und Uschlaingias
angesät. Kunstwiese bedeutet nicht, dass da künstliches Gras
wächst, sondern dass man nach drei Jahren Acker wieder Wiese
ansät. Diese dient der Stickstoffbildung im Boden. Würde man
nichts säen, kämen nur Unkräuter.
21. April. Jürg der Pächter.
Ab heute bin ich offiziell Pächter des Hofes Uschlaingias. Heute
haben Jon Peider und ich den Pachtvertrag unterschrieben. Ich hab mich
für zehn Jahre verpflichtet.
15. April. Käsedegustation in
Lavin.
Heute hatten wir Käsedegustation vor dem Volg in Lavin. Das lief
ausgezeichnet, wir haben anständig verkauft, vor allem an die
Einheimischen, weil Touristen noch gar keine hier sind. Vor allem der
Camembert, erfreute sich grosser Beliebtheit.
10. April. Käserei erweitert
Heute ist das neue 400-Liter-Käsekessi eingeweiht worden.
Die Investition wurde nötig, weil das andere Kessi zu klein war.
31. Januar. Saatkartoffeln abgeholt.
Heute hab ich in Flawil Saatkartoffeln für die nächste
Aussaat abgeholt. Dabei hätte ich nie gedacht, dass ich über
eine Tonne Kartoffeln in meinen Lada laden kann. Das war allerdings
schon eher die Obergrenze, denn ich habe fast nicht mehr rausgesehen,
und der Wagen hing praktisch auf den Stossdämpfern. Doch Sie liebe
Kundinnen und Kundinnen können sich freuen, denn nächstes
Jahr gibts mehr von den blauen Kartoffeln, dazu erstmals Röseler
und Acht Wochen Nüdeli, beides alte, äusserst leckere Sorten.
31. Januar. «Blaue
Kontrolle»
Heute fand auf Uschlaingias eine sogenannte «Blaue
Kontrolle» statt. Zu dieser Kontrolle kamen bei uns ein Tierarzt,
der Lebensmittelinspektor und der Verantwortliche vom MIBD
(Milchwirtschaftlicher Informations- und Beratungsdienst). Diese
Kontrolle ist mehr oder weniger unvorbereitet, die Kontrolleuer
künidgen sich am Abend vorher an. Sie untersuchten unter anderem
die Tiergesundheit, die hygienischen Zustände im Stall und der
Käserei und ob das Behandlungsjournal geführt wird. Dort muss
man die Behandlungen eintragen. Die Kontrolle verlief
grundsätzlich gut. Allerdings wurde uns aufgetragen
regelmässig einen Schalmtest zu machen. Damit stellt man fest, wie
gut die Milchqualität ist. Allerdings haben wir sowieso einmal pro
Monat Milchprobe, wo auch die Qualität geprüft wird. Aber
selbstverständlich machen wir das. Beim Käse war alles gut,
die Inspektoren fanden ihn auch fein, und beanstanden kann man da
eigentlich nichts, denn ich schicke die Stücke ja selber immer
ein, auf dass er geprüft wird.
30. Januar. Erster Käse im 06
Heute haben wir die Käseproduktion auf Uschlaingias
aufgenommen. Zwar haben wir, respektive die Kühe noch nicht soviel
Milch, denn man darf die erst zehn Tage nach dem Kalbertermin abgeben,
aber für einen grossen Laib und einen Tschücha da dschember
hats gereicht.
30. Januar. Acht Kälbchen
Da geht was. Heute ist das achte Kälbchen auf die Welt
gekommen. Bis jetzt haben wir vier Stierchen und vier Weibchen, heissen
tun sie: Kalimero, Kora, Kilimandscharo, Kassandra, Klea, Kalkutta,
Krassimir und Kamikaze. Genau, alle mit demselben Anfangsbuchstaben,
das machen wir deshalb, dass wir nachher das Geburtsjahr besser
eruieren können. Allerdings haben wir Glück, dass
überhaupt noch acht sind, denn Kalimero hat eine
Lungenentzündung erwischt. Der Doktor musste ihn zweimal mit
Antibiotika behandeln, aber jetzt hoffen wir, dass er die Sache
übersteht.
23. Januar. Schon fünf
Kälbchen
Und schon herrscht in der Juniorenabteilung auf Uschlaingias
Hochbetrieb. Bereits sind fünf gesunde und muntere Kälbchen
zur Welt gekommen. Zwei am Wochenende vom 21. Januar und die anderen
drei am Vollmondwochenende zuvor. Drei Weibchen und zwei Stierchen hats
bis jetzt gegeben.
29. Dezember. Pferdeschlitten
eingeweiht.
Heute war der grosse Tag. Nach einiger Mühe und ein paar
Versuchen hatten wir Carlo angeschirrt und vor den Pferdeschlitten
gespannt. Anfangs lief ich nur nebenher und führte Carlo, doch der
machte einen vertrauenswürdigen Eindruck also stiegen wir auf. Und
so kamen Michi, Rahel, Rebekka und ich zu unserer ersten Schlittenfahrt
und sicher nicht zur letzten.
28. Dezember. Unsere Kartoffeln im Coop.
Ab heute gibts unsere Parli-Kartoffeln im Coop St. Annahof in
Zürich zu kaufen. Das ist ein schöner Erfolg und macht auch
Mut für die Zukunft. Die Kartoffeln sind zwar etwas teuer, wenn
sie sie sehen, kaufen sie sie trotzdem. Dann können wir
nächstes Jahr noch mehr anbauen.
27. Dezember. Pferdeschlitten gekauft.
Heute habe ich in der Weite, das ist bei Trübach, einen
wunderschönen zweiplätzigen Pferdeschlitten gekauft. Ich
freue mich mindestens so fest wie Carlo unser Pferd auf die
Jungfernfahrt.
21. Dezember. 1. Snowboard-Tag.
Heute habe ich die Snowboard-Saison eröffnet. Das war
prächtig.
20. Dezember. Acht Tonnen Streu abgeladen.
Heute erhielten wir von Blum, so heisst der Strohlieferant, acht
Tonnen Einstreu. Michi, Peider-Andri und ich haben die Ballen in rund
einer Stunde im Stall aufgeschichtet, jetzt kann der Winter kommen.
12. November bis 2. Dezember. Bauern in Madagaskar.
Rebekka und ich haben den Sommer noch etwas verlängert – in
Madagaskar. Die drei Wochen waren wunderbar. Es war warm, friedlich und
extrem fruchtbar – das Land. Fast wie im Paradies.
1. November. Denise Marty ist neue Mitarbeiterin.
Heute hat Denise ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist ausgebildetete
Landwirtin und besucht den Betriebsleiterkurs, die Vorstufe zur
Meisterprüfung. Eine ausgewiesene Fachkraft also. Wir hoffen, dass
sie Uschlaingias lange die Treue hält.
Ende Oktober. Herbstarbeiten praktisch abgeschlossen.
Im Herbst gilt es zu misten, zu emden, abzuzäunen und
dergleichen mehr. Nicht zu vergessen, jeden zweiten Tag noch zu
käsen. Die Arbeiten auf dem Feld sind praktisch abgeschlossenl.
Dabei kam uns zu Gute, dass sich der Herbst von seiner besten, sprich
goldenen und warmen Seite zeigte.
19. Oktober. Auch das Jungvieh ist zurück.
Heute kam auch das Jungvieh von der Alp zurück. Wir haben
die Kälbchen, Mesen und Rinder auf die Weide gebracht.
12. Oktober. Schweine markiert.
Auch die Ferkel brauchen eine Ohrenmarke mit einer Nummer, dass
ihre Wege nachvollziehbar sind. Nörmi und ich haben die heute
eingesetzt und uns dabei beinahe einen Ohrenschaden geholt. Denn sobald
man die Ferkel aufhebt schreien diese wie am Spiess, hält man die
Schnauze zu, glucksen sie noch etwas und stellt man sie wieder auf den
Boden, sind sie schlagartig still und fressen weiter wie wenn nichts
gewesen wäre.
23. September. Alle Kartoffeln geerntet
Heute war ein schöner Tag. Wir haben die Kartoffelernte in
einer Woche abgeschlossen. Dank der tatkräftigen Mithilfe von Max,
Lorenz, Nina, Thomi und natürlich Tumasch. Allerdings gilt es
anzumerken, dass der Ertrag vor allem bei den gewöhnlichen Sorten
eher bescheiden ausgefallen ist. Ein Frost im August hatte die Pflanzen
verbrannt und das Wachstum gestoppt. Dafür gediehen die Parli gut,
diese Sorte verkaufen wir an Coop. Wir konnten etwas mehr als zwei
Tonnen von dieser alten Sorte ernten.
10. September. Alpabfahrt
Heute kamen die Kühe zurück von der Alp. Eigentlich
eher früh, doch die armen hatten nichts mehr zu fressen. Und wir
können jetzt wieder die Milch verkäsen.
31. August. Letzter Arbeitstag von
Anna.
Leider konnte Anna auf dem Hof nicht mehr weiterarbeiten. Ihre
Rückenschmerzen wurden zu gross. Jetzt fährt sie wieder
zurück in die grosse Stadt. Wir hoffen, dass sie sich in der
Zivilisation wieder gut eingewöhnt.
2. August. Schwein gehabt
Heute war der grosse Tag, unser Wollschwein Chouchou hat sieben
herzige junge Schweinchen bekommen. Die Geburt haben wir zwar nicht
miterlebt, dafür aber die ersten Tränkeversuche der
Säuli. Alles ist gut gegangen, Chouchou ist stolz und die
Schweinchen sind gesund und saufen. Weil das junge Wollschweinchen
sind, haben sie auch Streifen, wie die Wildschweine.
11. Juli. Neuer Transporter
Wir investieren in die Zukunft und haben einen neuen, respektive
einen gut erhaltenen Occasionstransporter, gekauft. Einen Aebi mit dem
man Heu laden kann aber auch Mist zetten oder Gülle verteilen.
10. Juli. Zuwachs auf Uschlaingias
Heute ist das Eselchen zur Welt gekommen. Es heisst Ella ist sehr
zutraulich und herzig mit dünnnen Beinchen.
4. Juli. Käserei ist offiziell
Heute war der Milchinspektor da und hat unsere Käserei
abgenommen. Jetzt erhalten wir eine Zulassungsnummer und sind eine
offizielle Käserei. Auch die Inhaltsstoffe des Käses hat er
untersucht. Da gibts keine Bakterien und nichts drin und
selbstverständlich auch keine Listerien oder Salmonellen. Also
ohne Bedenken zu geniessen.
24. Juni. Würste im Verkauf
Ab sofort gibts wieder unsere feinen Würste zu kaufen. Wir
führen das ganze Programm: Bratwurst, Servelat, Paprikawurst,
Wienerli, Salsiz und Trimma pur. Einfach über die Homepage
bestellen.
18. Juni. Grillen auf dem Idaplatz
Schon fast traditionell ist unser Grillstand anlässlich des
Idaplatz-Opernair-Kinos. Auch dieses Jahr bieten wir wieder unsere
Spezialitäten wie Puszta oder Laviner-Spiesse feil.
16. Juni. Grillwürste
Heute haben wir in der Metzgerei gewurstet. Wir liefern jeweils
das Rezept und wägen unsere eigenen Gewürzmischung ab und die
Metzger füllen das gewürzte Fleisch in die Därme ab.
Probieren konnten wir auch schon. Und die Würste schmecken prima.
15. Juni. Kühe in die Sommerferien
Nachdem der Alpaufzug wegen Kälte und Trockenheit zweimal
verschoben wurde, hats doch noch geklappt. Heute haben wir unsere
Kühe auf die Alp gebracht. Und entgegen früherer Jahre, in
denen sie jede Gelegenheit zur Flucht über die grünen und
saftigen Wiesen warnahmen, folgten sie diesmal dem Weg wie Lämmer.
Da wir zwischendurch noch lockeres Jogging machten, haben wir die
Kühe in knapp einer halben Stunde von Lavin nach Guarda gebracht.
14. Juni. Carlo im Einsatz
Heute haben wir mit unserem Pferd Carlo die Kartoffeln gehackt. Dazu
spannt man Carlo vor die Hackmaschine. Jemand muss dann Carlo
führen und die zweite Person bedient die Hackmaschine. Und es lief
prima, Carlo hat durchgehalten bis zum Schluss – keine
Selbstverständlichkeit mit 25 Jahren – und die Kartoffeln sind
jetzt sauber gehackt.
10. Juni. Käse kommt gut
Schon ist es ein Monat her seit der ersten Käseproduktion.
Wir sind fleissig am Käse schmieren im Keller. Und
tatsächlich sieht man das Resultat. Die Käse werden
dünkler, kriegen Rinde und entwickeln Geschmack. Ein Versprechen
für die Zukunft…
9. Juni. Frost, Frost, Frost
So geht das halt hier in den Bergen. Nachdem wir schon das Gefühl
hatten, es würde Sommer, hat sich der Winter nochmals
eindrücklich zurückgemledet. Drei Frostnächte
hintereinander haben die aufkeimenden Kartoffeln verbrannt und lassen
sie jetzt nochmals bei Null beginnen.
7. Juni. Folia geschlachtet
Die schlechte Nachricht zuerst. Wir haben die Kuh Folia
geschlachtet. Die gute Nachricht aber ist, dass wir deshalb bald wieder
neue Würste haben.
2. bis 5. Juni. Fussball auf den Färöern
Auch ein Bauer braucht mal Abstand vom Betrieb. Deshalb hab ich
mit Kollegen die Chance genutzt und das WM-Ausscheidungsspiel der
Schweizer Fussballnationalmannschaft gegen die Färöer auf den
Färöer-Inseln mit Kurzferien verbunden. Und ich muss sagen,
der Ausflug hat sich gelohnt.
24./25. Mai. Alle Kartoffeln gesetzt
Dieses Jahr haben wir extra etwas länger gewartet mit dem
Kartoffel-Setzen nicht dass uns der Frost wieder ein Strich durch die
Rechnung macht. Dafür haben wir äusserst intensiv gesetzt.
Dank der Mithilfe meines Vaters Fritz und meines Göttis Hans,
haben wir sämtliche Kartoffeln innert zwei Tagen in die Erde
gedrückt. Fritz und Hans sassen dabei hinten auf der Setzmaschine
und mussten die Rädchen gleichmässig mit dem Saatgut
füllen.
20. Mai. Jungvieh auf die Alp
Die Alpsaison hat schon etwas begonnen. Heute haben wir unser
Jungvieh – die Tiere bis zweijährig – auf die Alp gebracht.
9. Mai. Käse aus Liebe, Luft und Demter-Milch
Wir vom Hof Uschlaingias haben uns entschlossen,
milchmässig die Vorwärtsstrategie einzuschlagen. Anstatt mit
Melken aufhören und auf Mutterkuhhaltung umzustellen, melken wir
weiter und verkäsen unsere Milch. Heute haben wir die ersten
beiden Käse produziert unter fachkundiger Anleitung eines
erfahrenen Alpkäsers.
24. April. Wollschwein fühlt sich
wohl
Seit dem 16. April gehört zu unser Tierfamilie nun auch
noch ein Wollschwein. Einen Namen hat das arme Tier leider noch nicht,
Chouchou allenfalls oder Emma. Doch bevor wir den definitiv festlegen,
müssen wir schauen, wie sich das Schwein charakterlich entwickelt,
damit der Name dann auch passt. Denn die Sau haben wir nicht zum
metzgen gekauft, sondern für den Nachwuchs. Jetzt trägt sie
und Mitte Juli sollte sie so vier bis acht Junge zur Welt bringen. Wir
freuen uns jetzt schon.
2. April. Alpo springt
Seit dem 24. März haben wir wieder einen Stier auf dem Hof.
Alpo heisst er und anfangs waren wir nicht ganz sicher, ob er die in
ihn gesteckten Erwartungen erfüllen kann. Denn Alpo ist erst
einhährig und folglich noch recht klein. Doch mittlerweile stellen
wir fest, dass er alles gibt und seinen Job bis jetzt sorgfältig
und ausdauernd erfüllt… hoffen wir also das Beste.
8. März. Kälberfamilie
komplett
Nun haben alle sieben Kühe gekalbt und die Kälberschar
ist komplett. Als letzter kam Jaguar am 8. März zur Welt. Jaguar
ist das zweite Stierchen nebst den fünf Weibchen. Auch er ist
wohlauf und geniesst zusammen mit seinen Geschwistern die
wärmenden Sonnenstrahlen.
27. Februar. Che pirantüms
Das ist romanisch und heisst, welch beissende Kälte – oder zu gut
deutsch es ist schweinekalt. Und das ist es tatsächlich im Moment
hier. Schnee hats zwar nicht viel, dafür liegen die Temperaturen
am Morgen regelmässig bei 15 Grad – minus, wenn nicht noch tiefer.
Da heisst es schnell arbeiten und warm anziehen.
25. Februar. Kälbchen
Nummer sechs
Am Freitagnachmittag ist das sechste Kälbchen auf die Welt
gekommen, das erste Stierchen. Es ist gesund und schon grösser als
die anderen Kälbchen, und heissen tuts Joker.
19. Februar. Nachwuchs im Stall
Seit dem 14. Februar haben wir fünf Kälbchen und – das ist
aussergewöhnlich – alles Kuhkälbchen, sprich Weibchen. Jolly,
Jamaica, Jura, Jojo und Jalta sind wohlauf und springen bereits im
Stall umher. Zwei weitere Kälbchen sollten noch folgen.
1. Februar. Neues
Gesicht auf Uschlaingias
Seit dem 1. Februar haben wir eine neue Mitarbeiterin auf unserem Hof.
Anna Suter aus Zürich hat eine hoffnungsvolle Karriere als
Juristin aufgegeben zugunsten der Landwirtschaft.
Geplant ist, dass Anna nicht nur kurze Zeit bleibt, sondern für
länger und mithilft den Hof weiterzuentwickeln und zu einem
florierenden Unternehmen zu machen.