Blog auf NZZ-Online
Neuerdings hab auch ich einen Blog: Unter dem Titel Berglandwirth schreib ich jede Woche aus meinem Leben als Bergbauer und warte gespannt auf Reaktionen. Der Blog findet sich unter: http://bergbauer.blog.nzz.ch/

12. Erste Heutranche abgeschlossen.
Das Heu der normalen Wiesen ist eingebracht, jetzt fehlen noch die Öko-Wiesen, aber diese darf ich erst ab dem 15. Juli mähen.

22. Juni. Erstes Heu eingebracht.
Die Heusaison hat begonnen. Am Montag hab ich die Wiese hinter dem Stall gemäht und heute hab ich das Heu zusammen mit dem neuen Zivi Gabriel Kasper eingebracht. Rund drei Fuder hat es gegeben, was gar nicht schlecht ist, für diese Wiese. So wies aussieht, gehts am Freitag weiter, dann wird das Wetter wieder besser.

13. Juni. Kälber auf die Alp.
Heute haben wir auch noch die Kälber auf die Alp gebracht. Deren Alp liegt gleich oberhalb des Dorfes, weshalb wir zu Fuss gehen konnten. Jetzt hab ich kein Vieh mehr im Stall, nur noch die drei Mutterschweine mit den insgesamt 20 Ferkeln.

10. Juni: Kühe auf die Alp.
Heute war ein schöner Tag, denn wir haben alle 10 Kühe auf die Alp im Münstertal gebracht. Dort bleiben sie bis September und ich habe Zeit zum heuen und kann auch etwas länger schlafen.

Immer aktuell: Funky kitchen club.
Ist zwar schon eine Weile her, aber immer noch gut anzuschauen, finde ich jedenfalls, mein Auftritt im Funky kitchen club von letztem Herbst. Hier nun der Link für alle, die's verpasst haben: http://www.youtube.com/watch?v=0KucF7T0WnU

28. April. Viel Schwein
Seit heute gibts auf Uschlaingias 14 kleine Schweinchen zusätzlich und das kam so: Im Frühling hab ich von einem Bauern in Ftan 3 Sauen gekauft, mit dem Ziel, diese mit Schotte zu mästen und im Sommer zu schlachten. Der Bauer hat dann gesagt, es könnte die eine oder andere tragen, weil sie mit dem Eber waren. «Eine», hab ich mir gedacht, wird das vielleicht tun, die anderen aber lass ich dann schlachten. Nun haben aber bereits zwei geferkelt 8 und 6 kleine Schweinchen hats gegeben. Und die sind wirklich niedlich, braun, gesprenkelt, gepunktet und gefleckt, alles da.

26. April. Kartoffeln, Spargeln und Bob Marley
Heute hab ich rund 250 kg Saatkartoffeln geholt. Alles spezielle Sorten mit so klingenden Namen wie Corne de gatte, Roosevelt oder 8-Wochen-Nüdeli. Dann haben wir im Garten die erste Grünspargel vom Hof Uschlaingias gesehen, Mortimer, der arme Kerl, legt jetzt die anderen auch noch frei. Ja und dann hab ich nachts bei DRS3 tatsächlich noch eine CD von Bob Marley gewonnen. Ein gelungener Tag also.

20. April. Artischocken gesetzt.
Dieses Jahr sind wir sehr gut im Rennen. Heute haben Mortimer, das ist der Zivi, den ich glücklicherweise noch gefunden habe und der sich sehr gut macht, und ich, bereits 450 Artischocken gesetzt und gleich noch die Bewässerung installiert, denn auch hier ists sehr trocken.

3. April. Rebekka lernt melken.
Heute war ein guter Tag. Rebekka hat sich bereit erklärt, das Melken zu lernen. Sie ist selbstverständlich äusserst talentiert, kann sicher bald alleine melken und ich dann vielleicht wieder mal ins Unterland.

31. März. Präparate gespritzt.
Heute hab ich zum ersten Mal in dieser Saison die Hornmistpräparate gespritzt. Was das genau ist und wie die wirken, findet sich im Glossar auf der Page. Jedenfalls sollen die Präparate das Wachstum verbessern und die Bodenqualität. Zum Ausbringen laufe ich mit der Rückenspritze über die Wiesen und verteile so die Präparate.

29. März. Mist eingerieben.
Misten nützt nur, wenn man den Mist nachher auch einreibt. Ich miste meist im Herbst, einreiben tu ich dann im Frühling. Dazu fahr ich mit dem Traktor über die Wiesen und zieh eine Art Stahlteppich hinter mir her, der aussieht, wie ein Makramé. Am Schluss sollen die Mistbatzen alle schön verkrümelt sein, damit sie beim nächsten Regen in den Boden einziehen. Und das Beste daran. Am Schluss ist die Wiese so gestreift, wie ein schön gemähter Fussballrasen.

17. Januar bis 28. März.
Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder fast zwei Monate ohne Eintrag. Dabei ist viel passiert in dieser Zeit. Es sind 11 gesunde Kälbchen zur Welt gekommen. Sie tragen Namen wie Philomena, Ptolemäus, Perseus oder Plato. Eines war leider bereits tot bei der Geburt und 4 hab ich schon verkauft. Zwei Kühe hatten nach der Geburt Milchfieber. Das ist ein Calciummangel und kommt eigentlich nur bei Hochleistungskühen vor. Am Käsen bin ich auch schon wieder im grossen Stil und auch sonst wird mir nicht langweilig. Denn der Schnee ist geschmolzen und die Arbeiten draussen beginnen wieder. Und dann hat noch meine Lehrfrau, Sevérine überraschend gekündigt. Wer also Lust auf körperliche Arbeit im Freien hat, soll sich einfach melden. Ich bin dankbar.

16. Januar. Erstes Kälbchen.
Heute morgen etwa um 10 Uhr ist das erste Kälbchen auf die Welt gekommen, die Mutter ist Kassiopaja und das Kälbchen ein Stierchen. Der Name ist noch offen, muss aber mit P beginnen und sollte kein Menschenname sein, Vorschläge sind herzlich willkommen.

27. August bis 15. Januar.
Zugegeben, das ist eine etwas lange, nachrichtenlose Zeit, deshalb hier eine kurze Zusammenfassung. Im Herbst haben wir fertig geemdet und alle Kartoffeln geerntet. Zwischen 4 und 5 Tonnen der Knollen haben wir dabei ausgegraben und bereits ist ein Grossteil davon verkauft. Die Herbstferien haben wir traditionellerweise wieder im Tessin verbracht, ebenso traditionellerweise hat Anneliese mit Familie eine Woche den Hof gehütet, die zweite Woche, in der – auch schon traditionellerweise – die Temperaturen sanken und die Schneemenge stieg, hat Severine meine neue Lehrfrau den Hof übernommen. Gekäst haben wir ebenfalls noch viel im Herbst, vor allem Raclette-Käse. Im Dezember wurden zwei Ochsen geschlachtet und das Fleisch subito verkauft.
Silvester haben wir mit der ersten Eisdisco in Lavin und den DJs Anna und Jürg gefeiert, war sehr gut. Und bis Mitte Januar konnten wir das Leben generell etwas ruhiger nehmen.

26. August. Das Fernsehen zu Besuch.
Heute war ein Team von Pro7 bei mir auf dem Hof zu Besuch. Sie drehten eine Folge der Kochsendung «Funky Kitchen Club». Protagonist dabei ist der Koch René Schudel, das Konzept sieht vor, dass er jeweils im ersten Teil die Zutaten zusammensucht, danach kocht und am Schluss eine gemütliche Runde das gekochte verspeist. Bei mir kam er aufs Artischockenfeld, dann bereiteten wir die gepflückten Artischocken in der Bistroküche zu und am Schluss assen wir das äusserst leckere und raffinierte Artischockenrisotto in geselliger Runde. Das war ein toller Tag, mit einem tollen Team.

23. August. Frühkartoffeln.

Die Kartoffelernte lässt sich gut an für dieses Jahr. Die ersten «Probebohrungen» sind erfolgreich verlaufen, will heissen, die Kartoffeln weisen keinen Schorf auf. Einige sind wohl noch etwas klein, doch sie haben ja noch Zeit zum wachsen.

20. August. Endlich Artischocken.
Lange hats gedauert, doch nun kann ich endlich die ersten Artischocken ernten. Regen und Kälte im Frühling haben das Wachstum gebremst, aber jetzt gehts endlich los.

19. August. Mit Emden begonnen.
Nach wochenlangem Regenwetter sind endlich mal wieder zwei, drei schöne Tage angesagt. Das muss genutzt werden zum Emden, dank der Unterstützung von Flavian komm ich flott vorwärts.

17.  August. Von der Alp in die Metzgerei
Heute musste ich America schlachten, sie soll dereinst in Didi's Frieden in Zürich auf den Tisch kommen.

3. bis 8. August. Ferien in Beggingen.

Zusammen mit Meret und Seraphin hab ich einige Tage in Beggingen bei meiner Tante verbracht. Die Tage waren schön und trotz allem ruhig und durchaus etwas erholsam.

1. August. Der 4. Brunch.
Bereits zum vierten Mal haben wir, Urs und Dolly Eicher, Esther Thalmann, Rebekka und ich den Brunch auf dem Hof Uschlaingias angeboten. Diesmal mit Besucherrekord: Über 100 Leute haben uns besucht, vielen Dank nochmals allen, die zum Gelingen beigetragen haben.

31. Juli. Suorns und Curtins fertig.
Jetzt haben wir auch das Heu von Suorns und Curtins im Heustock. Vor allem Suorns war nahrhaft, weil aufwändig aber wenig ertragsreich. Dank vielfältiger Hilfe unter anderem von Mäx, den Bösiger-Lichtensteigers und weiteren mehr, sind wir trotzdem zügig vorwärts gekommen. Jetzt fehlt noch der Steilhang von Erluns, doch das ist mehr Sport als Heuen.

20. Juli. Schweinchen im Paradies.
Heute musste eines der Schweinchen dran glauben. Dafür kommt es ins Paradies. Dort wird es am 1. August als Spanferkel gebraten.

11. Juli. Spanien ist Weltmeister.
Die WM ist zu Ende und hat mit Spanien einen verdienten Sieger. Wir haben im Bistro eine wunderbare Zeit verlebt, dank vieler Gäste unzähligen Würsten und entsprechenden Getränken.

3. Juli. Heuen in Rekordzeit.
Endlich einmal ein Sommer mit stabilem Hoch. Dies haben wir zu einer sehr effizienten Heuleistung genutzt und alle Wiesen, die man vor dem 15. Juli mähen darf, innert zweier Wochen geheut.

21. Juni. Die Heusaison geht los.
Nachdem es gefühlte zwei Monate geregnet hat, klart das Wetter just auf die Heusaison auf. Dies nutzen wir und beginnen die Heuernte.

14. Juni. Kühe auf die Alp.
Heute sind die Kühe auf die Alp gefahren. Sie sind wirklich gefahren. Denn wegen Gründen, die an Gotthelfs Romane erinnern, können wir nicht mehr gemeinsam mit den Bauern von Guarda alpen. Das hat zur Folge, dass meine Kühe jetzt auf einer Alp im Münstertal den Sommer verbringen. Ist allerdings eine schöne Alp auf der sie auch Käsen und wo nur Grauvieh mit Hörnern weidet.

11. Juni. WM-Beginn.
Heute hat die Fussball-WM begonnen. Im Schopf des Bistros werden wir fast alle Spiele übertragen. Das heisst, dass die Heutage nicht mehr nur vom Wetter abhängig sind, sondern auch von den gezeigten Spielen.

Mai. Käsen, weiden und schlachten.
Der Mai ist geprägt durch Arbeiten draussen, wie Zäunen und die Äcker bereit machen. Käsen ist immer aktuell, denn gemolken wird ja auch. Am 25. haben wir zwei Kühe in die Metzgerei gebracht. Diese werden zu Würsten und Bündnerfleisch verarbeitet. Die Würste werden im Juni während der Fussball-WM auf dem Grill des Public Viewing im Bistro Staziun landen.
Am 27. Mai haben Vincent, Flavian und ich noch Kartoffeln gesetzt. Eine ganze Hektare hats gegeben.

13. Mai. Artischocken und Spargeln gepflanzt.
Heute haben Rebekka und ich Artischocken und Spargeln gepflanzt. Ja, Spargeln, genauer Grünspargeln versuche ich auch. Die erste Ernte ist allerdings erst nächstes Jahr.

Ende April. Winter geschafft.
Wie jedes Jahr haben wir den Winter schlussendlich doch noch überstanden und sind froh, dass der Frühling Einzug hält.

14. März. Engadin Skimarathon.
Zum rund 5. mal hab ich am Marathon teilgenommen. Dieses Mal wars aber sehr hart, auch weil ich nicht soviel zum trainieren gekommen bin. Und der Chef war erst noch 20 Minuten schneller.

1. März. Chalandamarz.
Heute fand der traditionelle Chalandamarz in Lavin statt. Dabei ziehen die Kinder durchs Dorf und singen in allen Häusern. Diesmal hat auch Meret schon wacker mitgemacht.

1. Februar. Wieder gekäst.
Heute zum ersten Mal in der neuen Saison wieder Käse gemacht, aus rund 100 Liter Milch. Diese Menge steigt jetzt stetig an.

22. Januar. Acht Wollschweinchen.
Nun hat auch die Muttersau Nachwuchs. Acht kleine Schweinchen hat sie auf die Welt gebracht. Die sind gestreift wie Wildschweinchen und damit sie nicht erfrieren, habe ich eine Wärmelampe montiert.

20./21. Januar. Arosa.
Traditionellerweise haben Mischa, Andreas, Steve und ich zwei Tage in Arosa verbracht. Bin zum ersten Mal nach rund zehn Jahren wieder Ski gefahren, war prima. Allerdings musste ich am Freitag morgen früh aufstehen, damit ich einen Schreibkurs in Zürich besuchen konnte. Rahel hat in dieser Zeit den Stall gemacht.

18. Januar. Das erste Kälbchen.
Heute ist das erste Kälbchen in diesem Jahr auf die Welt gekommen. Es heisst Omar und sieht lustig aus.

4. Januar. Zwei Ochsen und drei Heidschnucken geschlachtet.
Heute war, zum letzten Mal in dieser Saison, grosser Schlachttag. Zwei Ochsen und drei Heidschnucken mussten ihr Leben lassen. Die Ochsen waren zwar etwas klein, dafür die Heidschnucken umso besser dran. Dieses Jahr hab ich sie auch richtig gefüttert, das hat sich gelohnt. Die Schnucken und den Ochsen gibts jetzt in Didi's Frieden in Zürich.

22. bis 30. Dezember. Vaterschaftsurlaub.
Vincent, der Lehrling, ist genau im richtigen Moment von der Schule zurück gekommen. Er macht vom 22. bis zum 30. Dezember den Stall und ich hab Zeit und Musse mich meiner neuen Grossfamilie zu widmen.

18. Dezember. Seraphin ist auf die Welt gekommen.
Heute war ein Freudentag. Seraphin hat das Licht der Welt erblickt, ihm sowie Rebekka geht es prima. Und ja, Seraphin ist ein Junge.

Anfangs Dezember. Zwei Ochsen geschlachtet.
Bereits mussten zwei Ochsen dran glauben. Die waren schnell verkauft, so dass im Januar nochmals zwei Tiere zum Metzger müssen.

November. Kühe trocken.
Traditionellerweise gehen die Kühe ab November trocken. Das heisst, ich melke sie nicht mehr, brauch sie also nur zu füttern. Dadurch wird die Arbeit im Stall entschieden leichter und es bleibt Zeit für anderes, zum Beispiel für den Fleischverkauf.

Mitte Oktober. Zwei Wochen Tessin.
Während zuerst Annelies und Alois und dann Rahe und Annina den Stall schmissen, haben wir (Rebekka, Meret und ich) uns von den Strapazen im Tessin erholt. Bei wunderbarem Wetter, während es in der zweiten Woche in Lavin bereits geschneit hat. Besten Dank nochmals den Helfern.

1. Oktober. Kühe zurück.
Gestern sind die Kühe von der Alp zurück gekommen. Jetzt gibt es wieder zu melken. Allerdings ist es im Herbst nicht gar so streng, da die Kühe den Tag auf der Weide verbringen. Misten und Füttern fällt also weg. Nur das Kühe treiben kann manchmal etwas nervenaufreibend sein.

Ende September. Kartoffeln geerntet.
Termingerecht auf Ende September konnten wir die Kartoffelernte abschliessen. Rund 5 Tonnen haben wir ausgegraben. Wir das waren Lorenz, Michi, Vincent und ich. Und ja, Meret hat auch noch ein bisschen geholfen.

2. September. Curtins fertig geheut.

Heute haben wir das letzte Heu von Curtins reingebracht. Das ist die Wiese auf der, der Wachtelkönig samt Jungem zu Gast war. Michi und Vincent haben gerecht wie die Weltmeister.

1. September. Zivi Michi ist eingetroffen.
Heute ist der altbewährte Zivildienstleistende Michi Stutz in Lavin angekommen.

23. bis 26. August. Kurzferien im Tessin.
Meretchen und ich haben ein paar Tage im Tessin verbracht. In Mergiosca haben wir Flavian und Isabelle besucht. War schön und warm nur Meret haben ziemlich viele Mücken gestochen.

12. August. Erste Artischoken
Heute habe ich die ersten Artischoken geerntet und sofort dem Waldhaus geliefert. Auch Kartoffeln hab ich schon ein paar rausgenommen, die sehen sehr schön aus, es dürfte wieder mal eine gute Ernte werden.

1. August-Brunch.
Bereits zum dritten Mal haben wir den 1. August Brunch auf Uschlaingias durchgeführt. Wieder konnten wir auf die tatkräftige Unterstützung von Urs und Dolly Eicher zählen. Und dieses Jahr war auch noch Esther Thalmann dabei, die viele Brötchen und Brote gebacken hat – auf zwei Öfen gleichzeitig. An dieser Stelle nochmals vielen Dank allen, die geholfen haben und allen, die uns besucht haben.

31. Juli. Lehrling Vincent.
Heute ist Vincent Stoll eingetroffen, er absolviert die Demeter-Bio-Landwirtschaftslehre und verbringt mindestens ein Jahr auf unserem Hof. Voraussichtlich muss er zu Beginn etwas Artischoken jäten.

Juni/Juli
Ja, ich machs mir jetzt etwas einfach und fassse grob zusammen, was den im Juni und im Juli noch gelaufen ist. Wir haben viel geheut, wurden pünktlich auf Ende Juli fertig. Ausser eine Wiese musste ich stehen lassen, weil dort ein Wachtelkönig (das ist ein Vogel) mit seinem Jungen, lebte. Zwischendurch haben wir Artischoken gejätet und Kartoffeln gehackt.
Flavian war ab und zu hier und mir tatkräftig unter die Arme gegriffen und unter anderem den Lada restauriert.
Beim Heuen konnte ich wieder auf die bewährte Hilfe der Familie Bösiger-Lichtensteiner verstärkt durch Stecher zählen.

20. Juni. Kartoffeln gehackt.
Heute haben Lorenz und ich zum ersten Mal die Kartoffeln in Missain gehackt. Noch sehen sie sehr gut aus, praktisch kein Unkraut. Lorenz hat dann am Nachmittag hinter dem Stall noch die letzten Knollen in die Erde gedrückt.

17./18. Juni. Muni zurück und geheut.
Heute habe ich Hobel, den Muni zurück gebracht, er hat seine Arbeit zur vollsten Zufriedenheit erledigt.
Gleichzeitig hat Lorenz die Wiese hinter dem Stall gemäht und am Donnerstag haben wir das erste Heu eingefahren.

13. Juni. Rahel zurück ins Unterland.
Heute hatte Rahel leider schon ihren letzten Arbeitstag. Ab sofort arbeitet sie wieder in ihrem angestammten Beruf als Schreinerin im Zürcher Oberland. Zum Glück kommt bald Zivi Lorenz, um mir bei der Arbeit tatkräftig zur Hand zu gehen.

27./28. Mai. Kartoffeln gesetzt.
Zusammen mit meinem Fritz und Erika (meinen Eltern) und Hans, meinem Götti haben wir in Missain rund 1,5 Tonnen Kartoffeln gesetzt. Erschwerend kam dazu, dass die Setzmaschine nicht einwandrei funktionierte, was die ganze Setzaktion
ziemlich erschwerte.

18. Mai. Jungvieh auf die Alp.
Heute ist der Stall bereits etwas leerer geworden, denn das Jungvieh ist heute ausgezogen, den Sommer auf den Alp- und
Gemeindeweiden zu verbringen. Ende Oktober werden sie wieder zurückkommen.

8. Mai. Kunstwiese eingesät.

Auf über einer Hektare habe ich eine Luzernen-Klee-Grasmischung eingesät. Diese soll dem Boden über die Knöllchen der Luzerne wertvollen Stickstoff zuführen. Obwohl sie Kunstwiese heisst, ist sie also überhaupt nicht künstlich, sondern eben eine natürliche Stickstoffdüngung.

7. Mai. Artischoken gesetzt.
Heute haben wir 450 Artischokenpflanzen gesetzt. Dies auf dem Acker Uschlaingias gleich hinter dem Stall, unmittelbar neben der Bahnlinie. Vielleicht stellen wir noch ein Transparent auf.

9. April. Geegt.
Die Äcker von Erluns und Tanter Mulins sind frisch geegt und ebenfalls bereit zur Einsaat der Wiesenmischung, welche drei Jahre bleibt und wieder Stickstoff in die Erde bringen soll.

8. April 09. Geackert.
Heute habe ich die Äcker in Missain und Uschlaingias gepflügt. Während Uschlaingias flott ging, machte Missain ziemlich Mühe. Wegen der Grösse und der vielen, vielen Steine.

7. April. Erster Arbeitstag von Rahel.
Heute hat Rahel Flacher ihre Arbeit auf dem Hof aufgenommen, sie bleibt bis Ende Mai und unterstützt mich tatkräftig in Stall, Käserei und auf dem Feld.

19. November bis 7. April 2009
Der Winter war lang, hart und schneereich. Vor lauter Schnee schaufeln und Wohnung heizen, bin ich gar nicht mehr zum Nachführen der Homepage gekommen. Deshalb hier eine etwas abgekürzte, zusammengefasste Version: Insgesamt haben diesen Winter zwölf Kühe gekalbt, das heisst, ich melke auch genausoviele Tiere. Das geht weil die letztjährige Heuernte überragend war, dies dank der vielen Niederschläge. Es zeigt sich aber, dass die Qualität zu wünschen übrig lässt, was sich auf den Milchertrag auswirkt.
Leider haben nur zehn Kälbchen überlebt, zwei waren so gross (Künstliche Besamung), dass sie bereits tot auf die Welt kamen.
Seit anfangs Februar bin ich wieder am Käsen, unter anderem stelle ich Aschenkäse her und dieses Jahr zum ersten Mal auch Hartkäse.
Auch die Heidschnucken (Schafe) haben gelämmert. Fünf herzige kleine Lämmchen kamen zur Welt, das erste beim Wechsel zur Sommerzeit und eines genau an Ostern.
Seit Ostern grünt es kräftig hier und es beginnen auch wieder die Arbeiten auf dem Feld.

18. November. Zwei Ochsen geschlachtet.
Schon wieder mussten zwei Ochsen dran glauben. Einer folgt ihnen noch in einer Woche. Da ich nur zweijährige Tiere schlachte, haben sie aber wenigstens zwei schöne Alpsommer erlebt.

10. November. Zum letzten Mal gekäst für dieses Jahr.
Heute habe ich zum letzten Mal in diesem Jahr das Käsekessi eingeheizt. Danach stelle ich die Kühe trocken, damit sie ihre Kräfte für die Kälbchen sparen können.

5. bis 19. Oktober. Ferien im Bordelais.
Auch Bauern brauchen mal Ferien, deshalb fahren wir für zwei Wochen nach Hourtin, in der Nähe von Bordeaux. Dort wollen wir es uns gut gehen lassen, während zu Hause Lorenz Langenegger und Annelies Übersax den Hof schmeissen.

18. September. Kartoffelernte abgeschlossen.
Heute konnten wir die diesjährige Kartoffelernte beenden. Sie war nicht extrem berauschend, es resultierten rund 3 Tonnen. Das ist gut im Vergleich zum letzten Jahr, aber eher mässig, verglichen mit vor zwei Jahren, als wir rund 7 Tonnen aus dem Boden holten.

20. August. Spezialkartoffeln geerntet.
Zwar noch nicht alle Kartoffeln sind draussen, zumindest aber die Blauen, die Lötschentaler und die Parli-Kartoffeln haben wir rausgenommen und sofort ans Hotel Waldhaus in Sils Maria verkauft.

12. August. Artischoken präsentieren sich sehr gut.

Die ersten Artischoken sind reif und schmecken auch sehr gut. Die nächsten Wochen sollten mindestens 300 Stück reifen.

7. August. Mit Heuen fertig.
Die letzten Fuder von Suorns eingebracht. Es lief ausgezeichnet, auch dank der vielen Helfer. Besonderen Dank an Ruedi und Sibylle samt Kindern, Regula, Sofia und Sebastian, sowie die Künstlertruppe aus Nairs.

1. August. Brunch.
Bereits zum zweiten Mal haben wir auf dem Hof Uschlaingias den 1. August Brunch durchgeführt. Der Anlass gelang gut, vor allem dank der Mithilfe von Rebekka, Urs und Dolly Eicher, Urs Könz und Till.

30. Juli. Probebohrungen bei den Kartoffeln.
Zum ersten Mal ein paar Kartoffeln ausgegraben. Zum Anfang warens Desiree, die sehen schön aus und es hat jetzt schon mehr als ich im ganzen letzten Jahr geerntet habe.

18. Juni. Mit Heuen begonnen.
Ste und ich haben mit Heuen begonnen. Gras hats dank des vielen Regens mehr als genug, die Ernte dürfte also sehr gut ausfallen.

7. Juni. Eröffnung Public viewing Lavin.

Heute haben wir das Eröffnungsspiel Schweiz gegen Tschechien in unserer Euro-Bar im Bistro Staziun gezeigt. Die Atmosphäre war besser als das Spiel.

20. April. Artischocken gesetzt.
Heute haben Rebekka und ich 100 Artischockenstauden gesetzt. Noch ist das Ganze eher ein Experiment, wenn aber alles gut läuft, könnte das ein interessanter Betriebszweig werden. Wir sind gespannt.

19. April. Schon drei Heidschnückeli.
Bereits ist das dritte Lämmli der Heidschnucken auf die Welt gekommen, die scheinen sich also heimisch zu fühlen. Bis jetzt hats zwei Böcklein und ein Weibchen.

6. April. Das erste Heidschnucken-Lämmli.
Heute ist bereits das erste Lämmli der Heidschnucken auf die Welt gekommen. Es ist rabenschwarz und nur ungefähr zwei Handvoll. Sehr niedlich.
Etwas Sorgen macht dafür der Stier. Der versteckt sich immer vor den Kühen bei der Futterstelle. Scheint eher nichts zu werden mit diesem. Deshalb muss ich nun Ersatz besorgen.

3. April. Heidschnucken auf Uschlaingias.
Heute habe ich in Unterägeri vier Heidschnucken gekauft, das sind Schafe, eine sehr extensive Rasse aus der Lüneburger Heide. Die sind eher klein, haben im Moment noch viel Wolle und ganz dünne Beinchen. Das Fleisch soll ebenfalls exzellent sein.

2. April. Aron ist angekommen.
Heute hab ich den Stier Aron geholt, der soll jetzt die Herde decken. Ob das aber was wird, muss sich weisen. Denn Aron ist noch sehr klein und scheint Angst vor den Kühen zu haben, keine sehr guten Voraussetzungen…

28. März. Christina ist die neue Mitarbeiterin.
Heute hat Christina Feiersinger die Arbeit auf Uschlaingias aufgenommen. Sie unterstützt mich bis Anfangs Juni, dann geht sie auf die Ziegenalp im Val Tuoi.

21. März. Treber-Versuch.
Von der Brauerei Tschlin hab ich etwas Biertreber erhalten. Das ist der Rest, der beim Brauen übrig bleibt. Daraus hab ich eine geheime Spezialmischung produziert in der ich jetzt mal einen Käse zur Probe lagern werde. Ich bin gespannt.

15. März. Der erste Käse verkaufsfertig.
Bereits hab ich den ersten Käse vom Januar verkauft. Allerdings ist der noch sehr, sehr jung und nicht besonders rezent im Geschmack. Kommt aber schon noch.

23. Februar. Mogli als letztes Kälbchen.
Gazelle hat heute als letzte gekalbt. Ein niedliches Stierkälbchen mit Namen Mogli. Damit ist die Kälberschar komplett. Drei bis vier Kuhkälbchen werde ich allerdings noch verkaufen, damit ich genügend Milch zum verkäsen habe.

25. Januar. Schon sechs Kälbchen.
Heute ist das sechste Kälbchen zur Welt gekommen. Denn Namen suchen wir noch, sicher ist einfach: Er muss mit M beginnen und es darf kein Menschenname sein.

23. Januar. Wieder gekäst.
Heute habe ich die Kaisesaison eingeleutet. Allerdings erst mit 60 Litern Milch, das gibt aber immerhin einen schönen Käse. Weitere werden folgen.

10. Januar. Das erste Kälbchen.
Nach der eher ruhigen Winterzeit gehts jetzt wieder los. Heute ist das erste Kälbchen zur Welt gekommen. Es heisst Medusa und erfreut sich bester Gesundheit.

30. Oktober. Gonda geschlachtet.
Heute musste ich Gonda in die Metzg bringen. Das ist diejenige mit dem roten Fell, für alle, die schon mal hier waren. Gonda hat auch im x-ten Versuch nicht aufgenommen, das bedeutet in der harten, geldorientierten Weg die Schlachtung. Aber wenigstens hat sie vorher einige rote Kälbchen hinterlassen, so dass diese Linie nicht abbricht.

27./28. Oktober. Sochaux : Marseille.
Mit der erweiterten Färöer-Fussball-Reisegruppe haben wir Sochaux besucht. Die grosse Leistung war bereits, dass wir angekommen sind, obwohl die französischen Bähnler streikten. Weil wir vor Ort nur noch Schwarzmarkt-Tickets ergattern konnten, verbrachten wir einen äusserst unterhaltsamen Fussballabend inmitten der Marseille-Fans. Während die durch ihre Gesänge und friedfertige Art begeisterten, verloren die Fussballer aus dem Süden mit 2 : 1. Immerhin haben sie alle Tore selbst geschossen...

15. bis 25. Oktober. Ferien in der Toscana.
Zehn Tage lang haben wir das süsse Nichtstun in der Toscana genossen. War wunderbar.

14. September. Kartoffeln oder so...
Wir sind an der Kartoffelernte. Allerdings gibts nicht viel zu holen. Die Knollen haben alle Schorf und sind wegen des Frostes auch noch klein geblieben.

16. August. Trauriger Tag.
Heute war ein trauriger Tag für Uschlaingias. Wir mussten Carlo auf der Alp einschläfern.
Er hatte schon seit längerem starke Beschwerden beim Gehen und hat auch ziemlich abgenommen.
Aber er hat sich auf der Alp auch noch verliebt – in ein Shettland-Pony.
So hat er immerhin noch einen schönen Lebensabend verlebt.

1. August. Brunch.
Wie es sich für einen richtigen Bauernhof gehört, haben wir heute einen 1. August-Brunch abgehalten.
Der war ein voller Erfolg. Es kamen viele Leute, sogar solche aus dem Unterland und eine exquisite Band
aus Lavin hatten wir auch. Vielen Dank allen, die gekommen sind. Und vor allem vielen Dank den Helfern,
namentlich Rebekka, Esther, Urs und Dolly, Matthias, Sebastian und Kira.
Und auf ein Neues.

27. Juli. Fertig geheut.
Heute haben wir das letzte Heu von Suorns eingebracht und sind somit fertig mit heuen.
Jetzt beginnt für rund einen Monat die etwas ruhigere Zeit.

4. Juli. Im Regen gemäht.

Heute hab ich tatsächlich im leichten Regen gemäht. Das Wetter ist ganz und gar ungewohnt fürs Engadin. Wo es sonst immer trocken ist, regnet es jetzt fast jeden Tag. Dadurch steigt die Verzweiflung und die Unruhe, deshalb hofft man auf Sonnenschein und mäht halt mal wenn das Wetter nicht so toll ist.

27./28. Juni. Mit Heuen begonnen.
Diese Tage haben wir mit der Heuernte begonnen. Die lässt sich sehr gut an, es hat Gras ohne Ende.

14. Juni. Würste gemacht.
Heute hab ich gewurstet und dabei unter anderem zum ersten Mal die «Ragisch lavinaisa» hergestell. Das sind Laviner Wurzeln und die bestehen nur aus Wollschweinfleisch.

13. Juni. Grosser Alpaufzug.
Heute haben wir die Kühe auf die Alp gebracht. Jetzt beginnt eine schöne Zeit. Mit Heuen und durchaus mal ab und zu ausschlafen.

30. Mai. Kleiner Alpaufzug.
Haben wir die Rinder und die Mesen, das sind einjährige Tiere, auf die Alp gebracht.

29. Mai. Beim Metzger.
Heute musste ich Chouchou das Wollschwein und Himalaya die Kuh schlachten. Chouchou hatte immer etwas Probleme mit den Zitzen und Himalaya hatte zu hohe Zellzahlen in der Milch. Dafür gibts jetzt bald wieder Würste und Bündnerfleisch.

24./25. Mai. Kartoffeln gesetzt.
Jetzt sind auch die Kartoffeln im Boden. Mit dem bewährten Kartoffelsetzteam Fritz und Hans haben wir rund 900 kg Knollen in die Erde gedrückt. Erstmals mit einer neuen Maschine. Hat prima funktioniert.

3. Mai. Erster Arbeitstag.
Nicht dass mir auf dem Hof langweilig wäre, aber etwas Abwechslung ist nie schlecht. Deshalb hab ich jetzt noch eine neue Stelle. Ab sofort bin ich Redaktor beim Allegra, dem Informations- und Gästemagazin des Unterengadins.

1. Mai. Die Frauen sind zu Hause.
Anstatt 1. Mai-Umzug hab ich heute meine beiden Frauen aus dem Spital abgeholt. Jetzt sind wir eine richtige Familie.

30. April. Lein und Gerste.
Heute hab ich den Lein und die Gerste gesät. Gerste hab ich schon mal gemacht, Lein noch nie, entsprechend gespannt bin ich, wies rauskommt.

27. April. Das Helferchen ist da.
Heute morgen um 3.30 Uhr ist Meret im Spital in Scuol zur Welt gekommen. Sie ist schon sehr munter und selbstverständlich das schönste Kind auf Erden. Rebekka geht es auch gut und wir freuen uns riesig.

23. April. Neue Mitarbeiterin.
Heute hatte Esther den ersten Arbeitstag. Sie arbeitet auf Uschlaingias bis Ende Juli und sorgt dafür, dass ich richtig Vaterschaftsurlaub nehmen kann – wenns denn so weit ist.

2. April. Vom müssen und nicht dürfen.
Manchmal liegen Freud und Leid auch bei den Tieren nahe beieinander. Heute ist der Stier angekommen, mit dem Auftrag alle Kühe zu decken. Am gleichen Tag hab ich zusammen mit dem Tierarzt die Stierkälbchen und die Eberchen kastriert, weil die nicht dürfen.

25. Februar. Kälberschaar komplett.
Jetzt haben alle zehn Kühe gekalbt. 6 Weibchen und 4 Stierchen hats gegeben, ein Weibchen hab ich verkauft. Die übrigen ziehe ich alle auf. Sie heissen: Luna, Laika, Lava, Looping (ist nach der Geburt übers Gartenmäuerchen gestürzt, jedoch alles unbeschadet überstanden), Lego, Logo, Ljublijana, Lora, Lobo und Lord. Und genau, der Anfangsbuchstaben dieses Jahr ist L.

10. Februar. Lesung im Bistro.
Heute haben wir im Bistro die Eröffnung des «Normalbetriebs» gefeiert. Gebührend würde ich sagen. Denn wir hatten das Vergnügen einer Lesung von Urs Mannhart beizuwohnen. Er trug aus seinem neuesten Werk «Die Anomalie des geomagnetischen Feldes südöstlich von Domodossola» vor. Dies deshalb, weil wir jetzt auch Bücher aus dem Bilgerverlag verkaufen.

25. Januar. Käsesaison eröffnet.
Heute habe ich zum ersten Mal wieder gekäst. Ab jetzt produziere ich drei mal wöchentlich wieder Tschücha, Lavin cotschen oder Lavin natura. Und wenn alles gut läuft sogar wieder mal Camembert.

20. Januar. Noch 15 Schweinchen.
Leider haben nicht alle Schweinchen überlebt. Zwei sind gestorben, sie waren zu schwach, weil sie bei der Muttersau immer die Zitzen nehmen mussten, bei denen kaum Milch kam. So ist das eben bei den Tieren.

14. Januar. 17 Schweinchen und ein Kalb.
Jetzt hat auch die zweite Wollsau «Lana» noch 8 Schweinchen gekriegt. Insgesamt sind das jetzt 17 junge, eines musste ich allerdings nach Hause nehmen. Das ist klein und zurückgeblieben, wenn alles gut geht, wird das jetzt zum Hausschwein. Und Gonda hat heute ebenfalls ein Kuhkalb zur Welt gebracht. Es ist gesund und munter und heisst «Luna».

6. Januar. Neun «Königli».
Wenn das kein Glück bringt. Heute morgen hat Chouchou das Wollschwein neun junge Säuli auf die Welt gebracht. Bis jetzt sind alle wohlauf. Ich hoffe natürlich, dass das auch so bleibt.

31. Dezember. Bistro eingeweiht.
An Silvester haben wir unser Bistro im Bahnhof Lavin eingeweiht. Nicht allein natürlich, sondern mit vielen Gästen, Freunden und Bekannten. Kurz es war eine grosse Party und ein Versprechen für die Zukunft. Ab 10. Februar ist das Lokal dann richtig geöffnet.

5. Dezember. Käseabo immer noch aktuell.
Im Sommer habe ich das Käseabonnement lanciert. Wie es der Name sagt, kann man da Käselieferungen abonnieren oder auch immer wieder Einzelstücke bestellen. Ein Blick lohnt sich.
www.kaeseabo.ch.

28. November. Ochse geschlachtet, Fähigkeitsausweis erhalten.

Heute habe ich den Ochsen Joker in die Metzgerei gebracht, auf dass ich das Fleisch noch vor Weihnachten ausliefern kann.
Und dann habe ich per Post meinen Fähigkeitsausweis erhalten. Jetzt bin ich offiziell eidgenössisch diplomierter Landwirt(h).

30. Oktober. Kühe sind trocken.
Ab heute sind die Kühe «trocken». Bis sie im Januar oder Februar kalbern, geben sie keine Milch mehr. Für mich heisst das, dass ich auch erst um 7.30 Uhr mit Füttern beginnen kann.

11. Oktober. Parli rausgenommen.
Zusammen mit Zivi Philippe haben wir heute die Parli-Kartoffeln fertig geerntet, jetzt sortieren wir die noch sauber aus und dann gibts die schon bald im Coop zu kaufen.

3. Oktober. Fertig geemdet.
Heute hab ich noch die Kunswiesen fertig reingenommen, damit ist mit emden für dieses Jahr fertig.

1. Oktober. Ab jetzt ohne Mitarbeiterin.
Leider hats Denise wieder zurück ins Unterland gezogen, so dass ich den Hof von jetzt an alleine bewirtschafte. Fast zumindest, ab und zu gemeinsam mit Zivis oder anderen Helfern.

30. September. Kühe zurück von der Alp.
Langsam neigt sich das Landwirtschaftsjahr dem Ende zu. Heute sind die Kühe von der Alp gekommen. Jetzt lasse ich sie noch etwas auf die Weide, melke sie und käse.

23. September. Die dümmsten Bauern…
Heute haben wir die letzten Kartoffeln rausgenommen. Es war eine Bombenernte, insgesamt sechs Tonnen, wirklich schöne Exemplare. Jetzt muss ich die nur noch verkaufen.

August. Regen, Regen, Regen
Im richtigen Moment fertig geworden mit Heuen, kann man da nur sagen. Eine Stunde nach Einbringen des letzten Fuders hats zu Regnen begonnen und bis Ende August kaum mehr aufgehört.

25. Juli. Fertig geheut.
Heute haben wir das letzte Heu von Suorns, unser am höchsten gelegenen Wiese, reingenommen. Der Ertrag der Heuernte war prima und den Abschluss haben wir mit einem kleinen Fest gefeiert.

13. Juli. Käseabo lanciert
Heute habe ich das Käseabo gestartet. Diese Einrichtung erlaubt es den Kunden, unseren Käse zu abonnieren. Die Menge und die Sorten können gewählt werden. Ja und dann kam diese Idee gleich noch im Blick. Wer sich dafür interessiert findet alles wichtige unter www.kaeseabo.ch.

30. Juni. Virustest.

Da ich Kartoffeln für die Saatgutproduktion pflanze, müssen die zwischendurch auf Viren untersucht werden, das war heute der Fall. Der Kontrolleur hat nur drei Stauden auf 30 Aren gefunden, also alles prima.

24. Juni. Kartoffeln gehackt.
Heute haben wir zum ersten Mal in dieser Saison die Kartoffeln gehackt. Dafür nehmen wir wohl eine Maschine, eine allerdings, die Carlo unser Pferd zieht. Der freut sich dann jedes Jahr wieder auf seinen ersten Einsatz und gibt sich auch dementsprechend Mühe. Soo verlief alles tiptop.

21. Juni. Auftakt zur Heusaison.
Heute habe ich die erste Wiese gemäht, diejenige über dem Stall. Hatte ziemlich viel Gras.

17. Juni. Kühe auf die Alp.
Heute haben wir auch die Kühe auf die Alp gebracht. Jetzt ist endlich mal Melk- und Käsepause. Ausser mir wird langweilig, dann hole ich vielleicht etwas Milch und mache Käse.

9. Juni. WM-Bar eröffnet.
Wie schon zur EM haben wir auch zur WM wieder eine WM-Bar bei uns im Keller lanciert. Am Eröffnungsspiel nahmen schon ziemlich viele Leute teil.

6./7. Juni. Kartoffeln gesetzt.
Heute kamen Papi und Götti und zusammen haben wir Kartoffeln gesetzt. Da ich zu wenig Saatgut bestellt hatte, musste ich zwischendurch noch schnell ins Münstertal fahren und mehr Saatgut einkaufen.

2. Juni. Himbeeren gepflanzt.
Heute hab ich 30 Himbeerstauden im Garten gepflanzt. Ist ein Experiment, aber vielleicht werde ich ja tatsächlich noch zum Beerenbauer.

30. Mai. Wintereinbruch.
Heute hats fast 10 cm geschneit. Nasser Schnee, war sehr sehr unangenehm.

23. Mai. Jungvieh zieht zu Berge.
Heute ging das Jungvieh. Erst auf die Gemeindeweide oberhalb Lavin, dann weiter auf die Alp. Läuft alles optimal, will heissen ohne frühzeitige Wintereinbrüche kommen die Tiere erst im Oktober wieder zurück.

16. Mai. Praktische Prüfung.
Heute Morgen kamen zwei Experten auf den Hof, die allerhand übers Bauern wissen wollten. Eher etwas mehr als ich antworten konnte.

11. Mai. Braugerste aus Lavin.
Heute habe ich Braugerste gesät. Wenn alles gut läuft, entsteht daraus dann einmal Tschliner Bier.

24. April. Kunstwiese eingesät.
Heute habe ich die beiden Kunstwiesen in Missain und Uschlaingias angesät. Kunstwiese bedeutet nicht, dass da künstliches Gras wächst, sondern dass man nach drei Jahren Acker wieder Wiese ansät. Diese dient der Stickstoffbildung im Boden. Würde man nichts säen, kämen nur Unkräuter.

21. April. Jürg der Pächter.
Ab heute bin ich offiziell Pächter des Hofes Uschlaingias. Heute haben Jon Peider und ich den Pachtvertrag unterschrieben. Ich hab mich für zehn Jahre verpflichtet.

15. April. Käsedegustation in Lavin.
Heute hatten wir Käsedegustation vor dem Volg in Lavin. Das lief ausgezeichnet, wir haben anständig verkauft, vor allem an die Einheimischen, weil Touristen noch gar keine hier sind. Vor allem der Camembert, erfreute sich grosser Beliebtheit.

10. April. Käserei erweitert
Heute ist das neue 400-Liter-Käsekessi eingeweiht worden. Die Investition wurde nötig, weil das andere Kessi zu klein war.

31. Januar. Saatkartoffeln abgeholt.
Heute hab ich in Flawil Saatkartoffeln für die nächste Aussaat abgeholt. Dabei hätte ich nie gedacht, dass ich über eine Tonne Kartoffeln in meinen Lada laden kann. Das war allerdings schon eher die Obergrenze, denn ich habe fast nicht mehr rausgesehen, und der Wagen hing praktisch auf den Stossdämpfern. Doch Sie liebe Kundinnen und Kundinnen können sich freuen, denn nächstes Jahr gibts mehr von den blauen Kartoffeln, dazu erstmals Röseler und Acht Wochen Nüdeli, beides alte, äusserst leckere Sorten.

31. Januar. «Blaue Kontrolle»
Heute fand auf Uschlaingias eine sogenannte «Blaue Kontrolle» statt. Zu dieser Kontrolle kamen bei uns ein Tierarzt, der Lebensmittelinspektor und der Verantwortliche vom MIBD (Milchwirtschaftlicher Informations- und Beratungsdienst). Diese Kontrolle ist mehr oder weniger unvorbereitet, die Kontrolleuer künidgen sich am Abend vorher an. Sie untersuchten unter anderem die Tiergesundheit, die hygienischen Zustände im Stall und der Käserei und ob das Behandlungsjournal geführt wird. Dort muss man die Behandlungen eintragen. Die Kontrolle verlief grundsätzlich gut. Allerdings wurde uns aufgetragen regelmässig einen Schalmtest zu machen. Damit stellt man fest, wie gut die Milchqualität ist. Allerdings haben wir sowieso einmal pro Monat Milchprobe, wo auch die Qualität geprüft wird. Aber selbstverständlich machen wir das. Beim Käse war alles gut, die Inspektoren fanden ihn auch fein, und beanstanden kann man da eigentlich nichts, denn ich schicke die Stücke ja selber immer ein, auf dass er geprüft wird.

30. Januar. Erster Käse im 06
Heute haben wir die Käseproduktion auf Uschlaingias aufgenommen. Zwar haben wir, respektive die Kühe noch nicht soviel Milch, denn man darf die erst zehn Tage nach dem Kalbertermin abgeben, aber für einen grossen Laib und einen Tschücha da dschember hats gereicht.

30. Januar. Acht Kälbchen
Da geht was. Heute ist das achte Kälbchen auf die Welt gekommen. Bis jetzt haben wir vier Stierchen und vier Weibchen, heissen tun sie: Kalimero, Kora, Kilimandscharo, Kassandra, Klea, Kalkutta, Krassimir und Kamikaze. Genau, alle mit demselben Anfangsbuchstaben, das machen wir deshalb, dass wir nachher das Geburtsjahr besser eruieren können. Allerdings haben wir Glück, dass überhaupt noch acht sind, denn Kalimero hat eine Lungenentzündung erwischt. Der Doktor musste ihn zweimal mit Antibiotika behandeln, aber jetzt hoffen wir, dass er die Sache übersteht.

23. Januar. Schon fünf Kälbchen
Und schon herrscht in der Juniorenabteilung auf Uschlaingias Hochbetrieb. Bereits sind fünf gesunde und muntere Kälbchen zur Welt gekommen. Zwei am Wochenende vom 21. Januar und die anderen drei am Vollmondwochenende zuvor. Drei Weibchen und zwei Stierchen hats bis jetzt gegeben.

29. Dezember. Pferdeschlitten eingeweiht.
Heute war der grosse Tag. Nach einiger Mühe und ein paar Versuchen hatten wir Carlo angeschirrt und vor den Pferdeschlitten gespannt. Anfangs lief ich nur nebenher und führte Carlo, doch der machte einen vertrauenswürdigen Eindruck also stiegen wir auf. Und so kamen Michi, Rahel, Rebekka und ich zu unserer ersten Schlittenfahrt und sicher nicht zur letzten.

28. Dezember. Unsere Kartoffeln im Coop.
Ab heute gibts unsere Parli-Kartoffeln im Coop St. Annahof in Zürich zu kaufen. Das ist ein schöner Erfolg und macht auch Mut für die Zukunft. Die Kartoffeln sind zwar etwas teuer, wenn sie sie sehen, kaufen sie sie trotzdem. Dann können wir nächstes Jahr noch mehr anbauen.

27. Dezember. Pferdeschlitten gekauft.
Heute habe ich in der Weite, das ist bei Trübach, einen wunderschönen zweiplätzigen Pferdeschlitten gekauft. Ich freue mich mindestens so fest wie Carlo unser Pferd auf die Jungfernfahrt.

21. Dezember. 1. Snowboard-Tag.
Heute habe ich die Snowboard-Saison eröffnet. Das war prächtig.

20. Dezember. Acht Tonnen Streu abgeladen.
Heute erhielten wir von Blum, so heisst der Strohlieferant, acht Tonnen Einstreu. Michi, Peider-Andri und ich haben die Ballen in rund einer Stunde im Stall aufgeschichtet, jetzt kann der Winter kommen.

12. November bis 2. Dezember. Bauern in Madagaskar.
Rebekka und ich haben den Sommer noch etwas verlängert – in Madagaskar. Die drei Wochen waren wunderbar. Es war warm, friedlich und extrem fruchtbar – das Land. Fast wie im Paradies.

1. November. Denise Marty ist neue Mitarbeiterin.
Heute hat Denise ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist ausgebildetete Landwirtin und besucht den Betriebsleiterkurs, die Vorstufe zur Meisterprüfung. Eine ausgewiesene Fachkraft also. Wir hoffen, dass sie Uschlaingias lange die Treue hält.

Ende Oktober. Herbstarbeiten praktisch abgeschlossen.
Im Herbst gilt es zu misten, zu emden, abzuzäunen und dergleichen mehr. Nicht zu vergessen, jeden zweiten Tag noch zu käsen. Die Arbeiten auf dem Feld sind praktisch abgeschlossenl. Dabei kam uns zu Gute, dass sich der Herbst von seiner besten, sprich goldenen und warmen Seite zeigte.

19. Oktober. Auch das Jungvieh ist zurück.
Heute kam auch das Jungvieh von der Alp zurück. Wir haben die Kälbchen, Mesen und Rinder auf die Weide gebracht.

12. Oktober. Schweine markiert.
Auch die Ferkel brauchen eine Ohrenmarke mit einer Nummer, dass ihre Wege nachvollziehbar sind. Nörmi und ich haben die heute eingesetzt und uns dabei beinahe einen Ohrenschaden geholt. Denn sobald man die Ferkel aufhebt schreien diese wie am Spiess, hält man die Schnauze zu, glucksen sie noch etwas und stellt man sie wieder auf den Boden, sind sie schlagartig still und fressen weiter wie wenn nichts gewesen wäre.

23. September. Alle Kartoffeln geerntet
Heute war ein schöner Tag. Wir haben die Kartoffelernte in einer Woche abgeschlossen. Dank der tatkräftigen Mithilfe von Max, Lorenz, Nina, Thomi und natürlich Tumasch. Allerdings gilt es anzumerken, dass der Ertrag vor allem bei den gewöhnlichen Sorten eher bescheiden ausgefallen ist. Ein Frost im August hatte die Pflanzen verbrannt und das Wachstum gestoppt. Dafür gediehen die Parli gut, diese Sorte verkaufen wir an Coop. Wir konnten etwas mehr als zwei Tonnen von dieser alten Sorte ernten.

10. September. Alpabfahrt
Heute kamen die Kühe zurück von der Alp. Eigentlich eher früh, doch die armen hatten nichts mehr zu fressen. Und wir können jetzt wieder die Milch verkäsen.

31. August. Letzter Arbeitstag von Anna.
Leider konnte Anna auf dem Hof nicht mehr weiterarbeiten. Ihre Rückenschmerzen wurden zu gross. Jetzt fährt sie wieder zurück in die grosse Stadt. Wir hoffen, dass sie sich in der Zivilisation wieder gut eingewöhnt.

2. August. Schwein gehabt
Heute war der grosse Tag, unser Wollschwein Chouchou hat sieben herzige junge Schweinchen bekommen. Die Geburt haben wir zwar nicht miterlebt, dafür aber die ersten Tränkeversuche der Säuli. Alles ist gut gegangen, Chouchou ist stolz und die Schweinchen sind gesund und saufen. Weil das junge Wollschweinchen sind, haben sie auch Streifen, wie die Wildschweine.

11. Juli. Neuer Transporter
Wir investieren in die Zukunft und haben einen neuen, respektive einen gut erhaltenen Occasionstransporter, gekauft. Einen Aebi mit dem man Heu laden kann aber auch Mist zetten oder Gülle verteilen.

10. Juli. Zuwachs auf Uschlaingias
Heute ist das Eselchen zur Welt gekommen. Es heisst Ella ist sehr zutraulich und herzig mit dünnnen Beinchen.

4. Juli. Käserei ist offiziell
Heute war der Milchinspektor da und hat unsere Käserei abgenommen. Jetzt erhalten wir eine Zulassungsnummer und sind eine offizielle Käserei. Auch die Inhaltsstoffe des Käses hat er untersucht. Da gibts keine Bakterien und nichts drin und selbstverständlich auch keine Listerien oder Salmonellen. Also ohne Bedenken zu geniessen.

24. Juni. Würste im Verkauf
Ab sofort gibts wieder unsere feinen Würste zu kaufen. Wir führen das ganze Programm: Bratwurst, Servelat, Paprikawurst, Wienerli, Salsiz und Trimma pur. Einfach über die Homepage bestellen.

18. Juni. Grillen auf dem Idaplatz
Schon fast traditionell ist unser Grillstand anlässlich des Idaplatz-Opernair-Kinos. Auch dieses Jahr bieten wir wieder unsere Spezialitäten wie Puszta oder Laviner-Spiesse feil.

16. Juni. Grillwürste
Heute haben wir in der Metzgerei gewurstet. Wir liefern jeweils das Rezept und wägen unsere eigenen Gewürzmischung ab und die Metzger füllen das gewürzte Fleisch in die Därme ab. Probieren konnten wir auch schon. Und die Würste schmecken prima.

15. Juni. Kühe in die Sommerferien
Nachdem der Alpaufzug wegen Kälte und Trockenheit zweimal verschoben wurde, hats doch noch geklappt. Heute haben wir unsere Kühe auf die Alp gebracht. Und entgegen früherer Jahre, in denen sie jede Gelegenheit zur Flucht über die grünen und saftigen Wiesen warnahmen, folgten sie diesmal dem Weg wie Lämmer. Da wir zwischendurch noch lockeres Jogging machten, haben wir die Kühe in knapp einer halben Stunde von Lavin nach Guarda gebracht.

14. Juni. Carlo im Einsatz
Heute haben wir mit unserem Pferd Carlo die Kartoffeln gehackt. Dazu spannt man Carlo vor die Hackmaschine. Jemand muss dann Carlo führen und die zweite Person bedient die Hackmaschine. Und es lief prima, Carlo hat durchgehalten bis zum Schluss – keine Selbstverständlichkeit mit 25 Jahren – und die Kartoffeln sind jetzt sauber gehackt.

10. Juni. Käse kommt gut
Schon ist es ein Monat her seit der ersten Käseproduktion. Wir sind fleissig am Käse schmieren im Keller. Und tatsächlich sieht man das Resultat. Die Käse werden dünkler, kriegen Rinde und entwickeln Geschmack. Ein Versprechen für die Zukunft…

9. Juni. Frost, Frost, Frost
So geht das halt hier in den Bergen. Nachdem wir schon das Gefühl hatten, es würde Sommer, hat sich der Winter nochmals eindrücklich zurückgemledet. Drei Frostnächte hintereinander haben die aufkeimenden Kartoffeln verbrannt und lassen sie jetzt nochmals bei Null beginnen.

7. Juni. Folia geschlachtet
Die schlechte Nachricht zuerst. Wir haben die Kuh Folia geschlachtet. Die gute Nachricht aber ist, dass wir deshalb bald wieder neue Würste haben.

2. bis 5. Juni. Fussball auf den Färöern
Auch ein Bauer braucht mal Abstand vom Betrieb. Deshalb hab ich mit Kollegen die Chance genutzt und das WM-Ausscheidungsspiel der Schweizer Fussballnationalmannschaft gegen die Färöer auf den Färöer-Inseln mit Kurzferien verbunden. Und ich muss sagen, der Ausflug hat sich gelohnt.

24./25. Mai. Alle Kartoffeln gesetzt
Dieses Jahr haben wir extra etwas länger gewartet mit dem Kartoffel-Setzen nicht dass uns der Frost wieder ein Strich durch die Rechnung macht. Dafür haben wir äusserst intensiv gesetzt. Dank der Mithilfe meines Vaters Fritz und meines Göttis Hans, haben wir sämtliche Kartoffeln innert zwei Tagen in die Erde gedrückt. Fritz und Hans sassen dabei hinten auf der Setzmaschine und mussten die Rädchen gleichmässig mit dem Saatgut füllen.

20. Mai. Jungvieh auf die Alp
Die Alpsaison hat schon etwas begonnen. Heute haben wir unser Jungvieh – die Tiere bis zweijährig – auf die Alp gebracht.

9. Mai. Käse aus Liebe, Luft und Demter-Milch
Wir vom Hof Uschlaingias haben uns entschlossen, milchmässig die Vorwärtsstrategie einzuschlagen. Anstatt mit Melken aufhören und auf Mutterkuhhaltung umzustellen, melken wir weiter und verkäsen unsere Milch. Heute haben wir die ersten beiden Käse produziert unter fachkundiger Anleitung eines erfahrenen Alpkäsers.

24. April. Wollschwein fühlt sich wohl
Seit dem 16. April gehört zu unser Tierfamilie nun auch noch ein Wollschwein. Einen Namen hat das arme Tier leider noch nicht, Chouchou allenfalls oder Emma. Doch bevor wir den definitiv festlegen, müssen wir schauen, wie sich das Schwein charakterlich entwickelt, damit der Name dann auch passt. Denn die Sau haben wir nicht zum metzgen gekauft, sondern für den Nachwuchs. Jetzt trägt sie und Mitte Juli sollte sie so vier bis acht Junge zur Welt bringen. Wir freuen uns jetzt schon.

2. April. Alpo springt
Seit dem 24. März haben wir wieder einen Stier auf dem Hof. Alpo heisst er und anfangs waren wir nicht ganz sicher, ob er die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen kann. Denn Alpo ist erst einhährig und folglich noch recht klein. Doch mittlerweile stellen wir fest, dass er alles gibt und seinen Job bis jetzt sorgfältig und ausdauernd erfüllt… hoffen wir also das Beste.

8. März. Kälberfamilie komplett
Nun haben alle sieben Kühe gekalbt und die Kälberschar ist komplett. Als letzter kam Jaguar am 8. März zur Welt. Jaguar ist das zweite Stierchen nebst den fünf Weibchen. Auch er ist wohlauf und geniesst zusammen mit seinen Geschwistern die wärmenden Sonnenstrahlen.

27. Februar. Che pirantüms

Das ist romanisch und heisst, welch beissende Kälte – oder zu gut deutsch es ist schweinekalt. Und das ist es tatsächlich im Moment hier. Schnee hats zwar nicht viel, dafür liegen die Temperaturen am Morgen regelmässig bei 15 Grad – minus, wenn nicht noch tiefer. Da heisst es schnell arbeiten und warm anziehen.

25. Februar. Kälbchen Nummer sechs
Am Freitagnachmittag ist das sechste Kälbchen auf die Welt gekommen, das erste Stierchen. Es ist gesund und schon grösser als die anderen Kälbchen, und heissen tuts Joker.

19. Februar. Nachwuchs im Stall

Seit dem 14. Februar haben wir fünf Kälbchen und – das ist aussergewöhnlich – alles Kuhkälbchen, sprich Weibchen. Jolly, Jamaica, Jura, Jojo und Jalta sind wohlauf und springen bereits im Stall umher. Zwei weitere Kälbchen sollten noch folgen.

1. Februar. Neues Gesicht auf Uschlaingias
Seit dem 1. Februar haben wir eine neue Mitarbeiterin auf unserem Hof. Anna Suter aus Zürich hat eine hoffnungsvolle Karriere als Juristin aufgegeben zugunsten der Landwirtschaft.
Geplant ist, dass Anna nicht nur kurze Zeit bleibt, sondern für länger und mithilft den Hof weiterzuentwickeln und zu einem florierenden Unternehmen zu machen.